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Glockenstreit: Endlich ein Ende?

Trogen. Der Glockenstreit könnte endlich ein Ende haben. Der Glockenstuhl der evangelischen Kirche wird für 23 000 Franken mit einer Holztäferung verschalt.

Damit geht der schon Jahre dauernde Glockenstreit in Trogen möglicherweise dem Ende zu. Die Empa hatte im vergangenen Juli akustische Messungen des Kirchengeläuts in Trogen vorgenommen. Die Messungen wurden am Haus eines Mitglieds der IG Stiller sowie an zwei unmittelbar an die Kirche angrenzenden Häusern durchgeführt.

Weniger Schall
Die Schallpegelwerte der Kirchenglocken bei den Antragstellern, die sich gegen Glockenlärm wehren, liegen nachts im zumutbaren Bereich. Die Schallwerte unmittelbar bei der Kirche überschritten hingegen die vom Bundesgericht in Lausanne angewandten 60 Dezibel.

In einem nächsten Schritt wurden die IG Stiller und die evangelische Kirchgemeinde eingeladen, zum Empa-Bericht Stellung zu nehmen. Danach prüfte der Gemeinderat Massnahmen. In Frage kamen eine Änderung des Läutereglements oder bauliche Anpassungen, um in unmittelbarer Nähe der Kirche eine Verbesserung zu erzielen.

Nun werden bauliche Massnahmen bevorzugt, wie der Gemeinderat Trogen am Freitag mitteilte. Die Kosten von 23 000 Franken teilen sich die Politische und die evangelische Kirchgemeinde Trogen.

Jahrelanger Streit
Grund für die Messungen war ein Entscheid des Ausserrhoder Verwaltungsgerichts von 2006. In seiner Begründung hatte das Verwaltungsgericht mitgeteilt, der Gemeinderat könne ein Gesuch der IG Stiller nicht einfach abweisen, ohne zuvor Lärmmessungen durchgeführt zu haben. Der Gemeinderat folgte dem Entscheid.

Die IG Stiller hatte 1999 und 2000 beantragt, das nächtliche Geläut der Glocken der evangelisch-reformierten Kirche abzustellen. Der Gemeinderat trat nicht darauf ein; er berief sich auf eine Umfrage in der Bevölkerung, die gezeigt hatte, dass eine Mehrheit der Einwohner für einen Beibehalt des Glockengeläuts sind.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 14.12.2007 - 17:02:00