• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Glauben selbstbewusster vertreten»

Weinfelden. Schweizer sollten sich mehr für den eigenen Glauben einsetzen. Diese Meinung vertraten Grossratsmitglieder bei der Diskussion einer Interpellation.

In der Diskussion einer Interpellation hatte SVP-Kantonsrat Andrea Vonlanthen wissen wollen, wie in den Thurgauer Schulen mit Dispensationsgesuchen zu muslimischen Feiertagen umgegangen werde. Zudem ging es ihm um den Umgang mit christlichen Feiertagen in den Schulen.

Anlaufstelle vorhanden
Die Regierung hatte in der Interpellationsantwort festgestellt, es gebe keine Hinweise auf zunehmende Konflikte mit muslimischen Kindern in Thurgauer Schulen. Häufiger geworden seien dagegen Differenzen zwischen Angehörigen verschiedener christlicher Gruppierungen.

Das Amt für Kindergarten und Volksschule habe zudem eine Handreichung für Lehrkräfte herausgegeben, das praktische Problemlösungen biete. Ausserdem gebe es an der Pädagogischen Hochschule eine Anlaufstelle für Fragen zu diesem Thema.

Kreationisten bei der EDU
Der Interpellant fand, diese Antwort beschönige die Situation. In der Praxis gebe es durchaus Probleme. EVP-und EDU-Sprecherinnen sagten, es komme immer öfter vor, dass Kinder aus christlichen Glaubensgemeinschaften diskriminiert würden, während gegenüber anderen Religionen Toleranz geübt werde.

EDU-Mitglieder kritisierten, dass die christliche Schöpfungsgeschichte nicht Teil der Schulbücher sei. Dort solle sie aber neben der Evolutionstheorie als Alternative gelehrt werden.

Mehr Selbstbewusstsein
Sprecher von FDP, SVP und Grünen betonten, gefragt seien ein selbstbewusstes Vertreten der eigenen Religion und Toleranz gegenüber anderen Religionen. Aufgabe der Schule sei es, Informationen über Religionen zu liefern.

Glaubensinhalte sollten dagegen die Kirchen selbst vermitteln. Deshalb sollten zwar christliche Traditionen gepflegt werden, aber daraus dürfe keine religiöse Unterweisung im Unterricht werden.

ThurgauThurgau / 07.01.2009 - 11:55:00