
Gewerbegruppe will Kräfte bündeln
Weinfelden. Die Gewerbegruppe des Grossen Rates hat sich neu formiert. Ziel des 25köpfigen Gremiums ist es, die politischen Kräfte im Interesse der KMU überparteilich zu bündeln.
Als Gruppierung, die sich für den Wirtschaftsstandort Thurgau im Allgemeinen und für die mittelständischen Unternehmen aus Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie im Speziellen einsetzt, existiert die Gewerbegruppe des Grossen Rates bereits seit vielen Jahren. Nach den jüngsten Grossratswahlen hat der Thurgauer Gewerbeverband (TGV) die Kriterien für dieses Gremium angepasst.
Parteipolitisch breit abgestützt
Die Mitglieder der Gewerbegruppe, gegenwärtig gehören ihr 25 Kantonsräte an, müssen vor allem selbständig tätig sein oder eine geschäftsführende Funktion in der Privatwirtschaft haben. Vorausgesetzt wird ausserdem die Mitgliedschaft in einem Gewerbeverein und/oder in einem Berufsverband, der dem TGV oder dem Schweizerischen Gewerbeverband (SGV) angeschlossen ist.
Parteipolitisch wurde der Fächer bewusst offen gelassen. Die Angehörigen der Gewerbegruppe müssen Mitglied einer bürgerlichen Partei sein. Dazu zählt der TGV die CVP, EDU, EVP, FDP und die SVP. „Andere Kantone haben ihre Kriterien enger gefasst, auch was die Unterstützung bei Wahlen betrifft“, erläuterte TGV-Präsident Peter Schütz beim jüngsten Treffen der Gewerbegruppe.
Regelmässige Treffen
Sinn und Zweck der Gewerbegruppe sei nach wie vor die Interessenvertretung, die überparteiliche Behandlung von KMU-Fragen sowie der gegenseitige Informationsaustausch. Mindestens zweimal jährlich oder nach Bedarf auch häufiger soll die Gruppe zusammentreffen, aktuelle politische Fragen diskutieren und allfällige Massnahmen vorbereiten.
Laut TGV-Geschäftsführer Heinz Wendel stehen auf kantonaler Ebene die Neuauflage der T13/T 14, die Steuergesetzrevision (Flat Rate Tax), der Nichtraucherschutz und die Stabilisierungsinitiative bezüglich Staatsausgaben im Vordergrund, dies neben zahlreichen Vorstössen, die die Gewerbegruppe im Auge behalten will. Auf Bundesebene sind die bilateralen Verträge (Personenfreizügigkeit) das derzeit wichtigste Geschäft.