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Gesundheitszentrum nimmt erste Hürde

Appenzell. Der Innerrhoder Grosse Rat ist grundsätzlich für den Ausbau des Kantonsspitals und des Pflegeheims zu einem Gesundheitszentrum.

Er hat am Montag einen Kredit von 250 000 Franken für einen Ideenwettbewerb bewilligt.

Das Belegarzt-Spital in Appenzell und das Pflegeheim sind zu klein und sanierungsbedürftig. Aus diesem Grund hat sich die Standeskommission (Regierung) mit der Zukunft der Einrichtungen beschäftigt und dem Parlament das Konzept «Gesundheitszentrum Appenzell» vorgelegt. Der Rat nahm zustimmend davon Kenntnis.

Es wird mit Investitionen von 60 bis 75 Millionen Franken gerechnet. Das Konzept sieht für die Realisierung einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren vor. Das war einigen Votanten im Rat zu wenig ehrgeizig. Den Plan, der Landsgemeinde 2012 eine Vorlage zu unterbreiten, wollte Ruedi Eberle (SVP, Gonten) korrigieren.

Sein Antrag, das Geschäft in etwas modifizierter Form bereits 2010 dem Stimmvolk zu unterbreiten, blieb indes ohne Chance. Auf das Votum, auch das Bürgerheim sei in das Konzept einzubeziehen, sagte Landammann (Regierungspräsident) Carlo Schmid (CVP), ob das wirklich sinnvoll sei, solle der Ideenwettbewerb zeigen.

Der Wettbewerb soll auch an den Tag legen, welche Gebäude saniert und welche neu gebaut werden sollen, sagte Bauherr (Baudirektor) Stefan Sutter. Den Vorschlag, das für Innerrhoden ausserordentlich wichtige und grosse Geschäft bereits 2010 an die Landsgemeinde zu bringen, hielt Sutter für unrealistisch.

Säckelmeister (Finanzchef) Sepp Moser rechnete vor, dass rund 30 Millionen Franken der Investitionen aus den Goldreserven der Nationalbank bestritten werden könnten. Die Folge: Innerrhoden erzielte keine Kapitalerträge mehr. Durch die nötigen Darlehen stiege der Zinsaufwand um gegen drei Millionen Franken im Jahr.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 16.06.2008 - 18:57:00