Geschützte Vogelspinnen geschmuggelt
Zürich/ZH. Der Schweizer Zoll hat einen grossen Schmuggel mit artengeschützten Vogelspinnen aufgedeckt. Diese waren grösstenteils für den Weiterverkauf bestimmt.
Anfang August reiste ein Schweizer von der Dominikanischen Republik her kommend über den Flughafen Zürich in die Schweiz ein. Die Zollmitarbeitenden kontrollierten ihn und fanden in seinem Gepäck sechs Kartonschachteln mit insgesamt 261 Vogelspinnen. Diese waren einzeln in kleine Kunststoffbeutel verpackt. Zehn Tiere haben den Transport nicht überlebt. Es handelte sich dabei um mexikanische Vogelspinnen der Gattung Brachypelma (Rotknievogelspinnen). Diese Spinnenart ist geschützt und unterliegt demWashingtoner Artenschutzübereinkommen. Die Untersuchung durch die Zollfahndung ergab, dass der Kurier die Tiere im Auftrag eines Schweizer Spinnenzüchters und -händlers in der Dominikanischen Republik abholte. Die geschützten Tiere waren zuvor durch einen Mittelsmann in der Dominikanischen Republik in Mittelamerika gefangen oder gekauft und für den Transport bereit gestellt worden. Die Durchsuchung beim Empfänger brachte weitere 665 Vogelspinnen und 72 Fleisch fressende Hundertfüsser (Scolopender) zu Tage, die illegal in die Schweiz eingeführt worden sind. Diese gelangten im Postverkehr aus Mittelamerika in die Schweiz. Die geschützten Vogelspinnen wurden durch das Bundesamt für Veterinärwesen eingezogen. Sowohl der Kurier als auch der Empfänger werden wegen Widerhandlungen gegen die Artenschutz- und Tierschutzgesetzgebung sowie gegen das Mehrwertsteuergesetz angeschuldigt und müssen mit einer empfindlichen Strafe



























