Geschmack der Niederlage kennengelernt
Volleyball. Im Auswärtsspiel beim VBC Züri Unterland verlieren die 1.-Liga Herren der Appenzeller Bären nach ausgegliegenem Spiel mit 3:2 Sätzen. Es ist die erste Saisonniederlage.
Vor Beginn des Spitzenspiels stand fest: Die Appenzeller Bären reisen zu einem der stärksten Gegner in der 1.Liga. Vor dem Match hatte das Trainerduo noch eine kleine Überraschung in der Aufstellung bekannt gegeben, Khamla Vilaysane durfte als Libero seine Qualitäten beweisen. Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles und aggressives Spiel auf beiden Netzseiten. Die Gäste konnten sich in vielen Situationen auf ihren Block verlassen und waren über die gesamte Satzdauer mit zwei bis drei Ballpunkten in Front. Die Bären agierten harmonischer im Zusammenspiel auch wenn Züri Unterland immer wieder spektakuläre Punkte gelangen. Auch zwei Timeouts auf Seiten der Zürcher brachten keine entscheidenden Impulse, der erste Satz ging mit 25:18 diskussionslos an die Appenzeller Bären.
Teams gleich stark
Die darauffolgenden Sätze sollten wesentlich umstrittener sein. Im zweiten Satz gelang es keinem Team sich abzusetzen, das Sideoutspiel wurde auf beiden Netzseiten nahezu fehlerfrei gespielt. Gegen Satzende schlichen sich bei den Gästen einige Unkonzentriertheiten ein, die logische Folge war der Satzausgleich für das Heimteam. (25:21) Im dritten Durchgang besannen sich die Bären wieder auf ihre eigenen Stärken, legten gleich zu Satzbeginn den Grundstein für den Teilerfolg. Bereits beim Stand vom 5:2 für die Gäste wurde Züri Unterland zum Timeout gezwungen. Das Spielgeschehen blieb ausgeglichen, die Bären konnten den kleinen Vorsprung bis zum Satzende verteidigen (23:25)
Kleine Fehler machten den Unterschied
Im vierten Satz erwischten die Hausherren den deutlich besseren Start, Unstimmigkeiten in der Annahme und ein zu diesem Zeitpunkt sehr gut organisierter Block der Zürcher führte zu einem schnellen 2:7 Rückstand für die Bären. Sie liessen sich durch ein Timeout nochmals aufrütteln und kämpften um jeden Ball verbissen, der Lohn war der Ausgleich zum 7:7 und im weiteren Satzverlauf sogar eine 20:17 Führung. Der Sieg war greifbar nahe. Bei diesem Spielstand leisteten sich die Gäste aber erneut einige kleine Fehler, die sich auf dem sonst guten Spielniveau negativ auswirkten. So gelang in der Folge kein Sideout mehr, Satz Nummer vier wurde mit 25:20 eine sichere Sache für Züri Unterland.
Entscheidung im Fünften
Somit musste der 5.Satz die Entscheidung bringen. Erneut erwischte das Heimteam mit einer 4:2 Führung den besseren Start. Den Appenzeller Bären gelang es aber in diese Phase des Spiels ein paar erfolgreiche Blockpunkte zu erzielen und mit einem 8:6 Vorsprung die Seiten zu wechseln. Das Spiel wogte nun hin und her, auf hohem Niveau wurde um jeden Punkt gekämpft. Beim Spielstand von 11:10 fällte das Schiedsrichtergespann eine umstrittene Entscheidung gegen die Gäste, statt einem Zweipunktevorsprung ging das Kopf-an-Kopf-Rennen weiter. Beim Stand von 12:12 gelang es erneut einem Zürcher Spieler eine Serviceserie zu machen. Die guten Sprungservice verunmöglichten einen geordneten Aufbau im Spiel der Bären, folgerichtig ging der Entscheidungssatz mit 15:12 an ein jubelndes Heimteam.
Im gesamten Spielverlauf zeigte sich, dass vor allem der Service der Appenzeller an diesem Tag nicht genug Druck auf den guten Annahmeriegel von Züri Unterland ausüben konnte. Kleinigkeiten entschieden zuletzt über Sieg und Niederlage zweier gleichwertiger Mannschaften zu Gunsten des VBC Züri Unterland.
Im nächsten Heimspiel am Samstag, 8.11.2008 um 16 Uhr (Gringel) werden die Bären versuchen, den VBC Wetzikon wie bereits vor zwei Wochen im Schweizer Cup zu schlagen und zurück auf die Erfolgsspur zu finden.



























