Gesamtkonzept Arenenberg: Tradition weiterentwickeln
TG. Zurzeit ist der Umbau des Hauptgebäudes Arenenberg in vollem Gang. Dieser wird planmässig fortgesetzt und abgeschlossen.
Im Weiteren soll ein Kompetenzzentrum Beratung erstellt und anschliessend sollen das Gästehaus und weitere Gebäude saniert werden. Das ist der Inhalt des Gesamtkonzeptes Arenenberg, das der Regierungsrat genehmigt hat.
Bereits im Jahr 2001 hat der Regierungsrat eine Projektgruppe zur gemeinsamen Ent-wicklung des Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg (BBZA) und des Napoleon-museums eingesetzt. Nach der Kenntnisnahme verschiedener Studien, Dokumentation und Planungen stimmte der Regierungsrat im Jahr 2006 einem Projektkredit in der Hö-he von 16 Millionen Franken für den Umbau und die Sanierung des Arenenbergs zu. In der Folge hat auch der Grosse Rat den entsprechenden Kredit verabschiedet. Dieser Kredit umfasst die Anpassungen beim Hauptbau, die Sanierung der technischen Anla-gen sowie die Sanierung der Fassaden.
Im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Standortes Arenenberg wurde eine Ge-samtbeurteilung durch den Regierungsrat notwendig. Diese liegt nun mit dem Gesamt-konzept Arenenberg vor. Darin kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass sowohl das BBZ Arenenberg als auch das Napoleonmuseum eine mehr als hundertjährige Tra-dition aufweisen und aus dieser Tradition heraus weiterentwickelt werden sollen.
Für den Regierungsrat hat nun der planmässige Umbau des Hauptgebäudes Priorität. Bei den weiteren Massnahmen liegt die Priorität beim Neubau des Kompetenzzentrums Beratung. Dieser Neubau soll an der Stelle des heutigen Fachstellenhauses, das ab-gebrochen wird, erstellt werden. Anschliessend folgt die umfassende Sanierung des Gästehauses, das nachher dem Napoleonmuseum zur Verfügung stehen wird. In Sa-chen Erneuerung der Gärtnerei wird die Planung überprüft und eine Kostenschätzung erstellt. Mittelfristig sind auch am Schulhaus- und Turnhallentrakt Sanierungen vorzu-nehmen, einerseits die Sanierung der Nassräume und die Erweiterung des Foyers, an-dererseits die Gesamtsanierung des Schulgebäudes mit Turnhalle.
Das BBZ Arenenberg, dessen Kernkompetenz seit jeher bei der landwirtschaftlichen und hauswirtschaftlichen Ausbildung liegt, soll darauf aufbauend und eingebettet in die gesamte Bildung des Kantons Thurgau als Zentrum für Bildung und Weiterbildung ge-stärkt werden. Ergänzend zu diesem Kernbereich sollen die vorhandenen Kapazitäten in erster Linie für andere Bildungsaktivitäten und in zweiter Linie für die weitere Öffent-lichkeit und den Tourismus genutzt werden.
Das Napoleonmuseum mit dem Schloss an einzigartiger Lage am Untersee ist nach Ansicht des Regierungsrates eine der wichtigsten touristischen Attraktionen im Thur-gau. Es hat sich national und international etabliert und verfügt mit dem wiederherge-stellten Schlosspark über einen weiteren Anziehungspunkt. Dem Napoleonmuseum sol-len deshalb im westlichen Bereich des Arenenbergs die notwendigen Räumlichkeiten für eine zukunftsfähige Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören auch Räumlichkeiten für Sonderausstellungen und für die Bibliothek des Napoleonmuseums.



























