• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

Geruchsfreies und umweltfreundliches Güllen

Speicher. Förderung von umweltfreundlichem Güllen auf dem Gemeindegebiet und Überblick über den Ideenwettbewerb Schönenbühl.

Förderung von umweltfreundlichem Güllen auf dem Gemeindegebiet von Speicher

Der Gemeinderat hat an der Augustsitzung beschlossen, das umweltfreundliche Güllen mit dem sogenannten Schleppschlauchverfahren mit einem finanziellen Beitrag zu fördern.
Seit Jahren wird die Gülle mit einem Prallteller am Druckfass oder Verteilgerät ausgetragen. Der Prallteller schleudert die Gülle durch die Luft um eine gleichmässige Verteilung zu erreichen. Durch den Kontakt mit der Luft entweicht das Gas Ammoniak.

Beim Schleppschlauchverfahren fliesst die Gülle direkt auf den Boden, dies mit einem Verteilsystem, das aus vielen Schläuchen besteht. Die Ammoniakbelastung der Luft kann so um 30- 60 Prozent reduziert werden und es ist ein annähernd geruchfreies Ausbringen der Gülle möglich.
Der wertvolle Nährstoff für die Futtergewinnung kann optimal an die Pflanze gebracht werden. Die Schleppschlauchanlagen haben aber mehr Gewicht, so ist die Hangtauglichkeit begrenzt, zudem sind die Anschaffungskosten hoch.

Der Gemeinderat nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass teilweise bereits jetzt von einigen Landwirten im Dorf dieses innovative Verfahren angewendet wird, man möchte aber mittels der Flächenbeiträge weitere Landwirte animieren sich für diese Art der Gülleausbringung zu entscheiden.
Die Landwirte sind gebeten, auf das Ausbringen der Gülle an den Wochenenden oder am späten Abend zu verzichten.

Der Rat hat deshalb beschlossen, einen Flächenbeitrag von 45 Franken pro Hektare und Ausbringung zu bezahlen, damit soll ein Anreiz für umweltfreundliches Güllen geschaffen werden. Die Mehrkosten zwischen herkömmlichem Verfahren und Schleppschlauchverfahren liegen laut FAT (Forschungsanstalt Tänikon) bei 45 Franken pro Hektare und Ausbringung, da es sich um teurere und kompliziertere Geräte handelt.
Die Förderbeiträge werden ab 2009 vorläufig befristet auf zwei Jahre ausbezahlt. Das Sekretariat Bau und Umwelt wird mit der Abrechnung und Kontrolle beauftragt.

Ideenwettbewerb Schönenbühl
Im April 2008 hat sich der Gemeinderat Speicher einen ersten Überblick über die eingegangenen Ideen zur Neunutzung des Schönenbühls verschafft und die bei der Weiterbearbeitung zu beachtenden Leitlinien beschlossen. Die gemeinderätliche Arbeitsgruppe hat daraufhin bis zu den Sommerferien mit den an einer Nutzung des ehemaligen Altersheims interessierten Projektgruppen Gespräche geführt, sie beraten und Zusatzinformationen eingeholt.
In dieser Phase ging es im Wesentlichen darum, die Nutzung, die Organisation und die finanzielle Realisierbarkeit der Projektideen abzuklären. Dabei konnten Projekte von fünf verschiedenen Gruppen begutachtet werden, welche alle an einer Nutzung des Schönenbühls unter eigener Regie interessiert sind.

Der Gemeinderat hat die vorliegenden fünf Projekte aufgrund der Informationen der Arbeitsgruppe in seiner Augustsitzung ausführlich beraten. Unter Bewertung der Eignung des Gebäudes, der Zufahrtsmöglichkeit, der Qualität für die Beteiligten, der Nachhaltigkeit, der Finanzierbarkeit und der Ausstrahlung wurden die Projekte beurteilt und rangiert. Die zwei am schlechtest bewerteten wurden dabei ausgeschieden.
Somit verbleiben noch drei Projekte in der engeren Auswahl. Sie sind von recht unterschiedlicher Ausrichtung und umfassen sowohl eher private wie auch öffentliche Nutzungen.
Von Seite Gemeinde wird in den Verhandlungen aber bei allen Projekten das öffentliche Interesse im Auge behalten. Bevor ein definitiver Entscheid gefällt werden kann, werden nun noch zusätzliche Informationen eingeholt. Es ist vorgesehen, dass der Gemeinderat die definitive Auswahl diesen Herbst treffen wird.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 26.08.2008 - 10:11:00