Gemeinsames Jubiläum: 500 Jahre in Eidgenossenschaft
AR/AI. Am 17. Dezember 2013 jährt sich zum 500. Mal der Tag, an dem das Land Appenzell als dreizehnter Stand in die Alte Eidgenossenschaft aufgenommen wurde.
Im Gedenken an dieses historische Ereignis haben der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden und die Standeskommission von Appenzell Innerrhoden gemeinsam eine Arbeitsgruppe mit der Planung der Jubiläumsfeierlichkeiten beauftragt. Die beiden Ratschreiber Martin Birchler und Franz Breitenmoser haben an einer gemeinsamen Sitzung der beiden Appenzeller Regierungen im Januar 2008 erste Ergebnisse präsentiert.
Der Auftrag, die Feierlichkeiten für das 500 Jahr-Jubiläum Beitritt zur Eidgenossenschaft rechtzeitig an die Hand zu nehmen, wurde von den beiden Appenzeller Regierungen schon im Mai 2006 an einer gemeinsamen Sitzung formuliert. An der Sitzung im Januar 2008 haben die Ratschreiber den beiden Regierungen über die Vorarbeiten wie folgt Bericht erstattet: Die offiziellen Feierlichkeiten sollen sich aus drei Teilen zusammensetzen, einer Eröffnungsfeier, einer Volksfeier und einer Jubiläumsfeier.
Die Eröffnungsfeier zu Beginn des Jahres 2013 gibt den Startschuss für die Feierlichkeiten. Die Volksfeier am 1. August 2013 soll zu einem Begegnungstag mit den Kantonen der Schweiz werden. Die eigentliche Jubiläumsfeier am 17. Dezember 2013 wird den Abschluss der Feierlichkeiten bilden. Während des Festjahres werden zahlreiche kulturelle Projekte stattfinden, von einem Musik-/Landschaftstheater im Grenzgebiet der beiden Kantone über ein Kulturprojekt bis hin zu einem Geschichtsprojekt mit Jubiläumsbuch und einer Webplattform, welches die Appenzeller Geschichte der vergangenen 500 Jahre mit Hilfe von audiovisuell aufgearbeiteten Zeitzeugnissen darstellen soll.
Als Schwerpunkt des Jubiläums ist ein «Leuchtturm-Projekt» geplant, welches noch lange nach dem Jubiläumsjahr weit über die Grenzen der beiden Appenzell hinaus strahlt. Dieses Projekt soll der Bevölkerung beider Kantone einen nachhaltigen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen. Dazu wird noch dieses Jahr ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, an dem alle interessierten Personen oder Institutionen innerhalb, aber auch ausserhalb der beiden Kantone teilnehmen können.
Die Projekte werden in nachstehender Reihenfolge angegangen: «Leuchtturm-Projekt» und Musik-/Landschaftsprojekt (Ideenwettbewerb und Autorensuche) im Jahre 2008. Der Aufruf zur Einreichung audiovisueller Zeitzeugnisse erfolgt Anfang 2009. Die Konzeptarbeit für das Kulturprojekt erfolgt in den Jahren 2008 und 2009. Mit den Detailarbeiten für die Gedenkfeierlichkeiten soll im Jahre 2010 begonnen werden. Alle genannten Projekte werden ausführlich präsentiert, sobald sie über das Planungsstadium hinaus entwickelt sind.
Die Arbeitsgruppe hat für das gesamte Jubiläumsprojekt ein Budget im Umfang von rund vier Millionen Franken vorgelegt, wobei die Ausführungskosten für das Leuchtturm-Projekt nicht erfasst sind, da sie erst mit der Auswahl des Projektes bezifferbar sind. Die beiden Regierungen prüfen zur Zeit, wie diese Mittel gestützt auf die gesetzlichen Grundlagen der beiden Kantone zur Verfügung gestellt werden können.
Ziel der Feierlichkeiten ist es, die Entwicklung der beiden Landesteile in den vergangenen fünf Jahrhunderten gebührend zu würdigen. Was gemeinsam begann, soll auch gemeinsam gefeiert werden. Die Bevölkerung soll bei allen Jubiläumsprojekten in der Vorbereitung wie auch bei der Ausführung in hohem Masse miteinbezogen werden.
Im Weiteren bestimmten der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden und die Standeskommission von Appenzell Innerrhoden einen Lenkungsausschuss. Dieser wird die Vorbereitungen der 500 Jahr-Feier des Beitritts zur Eidgenossenschaft begleiten. Er setzt sich zusammen aus den Landammännern Jakob Brunnschweiler und Carlo Schmid-Sutter sowie Regierungsrat Matthias Weishaupt und Bauherr Stefan Sutter. Für das «Leuchtturm-Projekt» wird eine eigene Projektleitung eingesetzt, welcher die Regierungsräte Köbi Frei, Lorenz Koller, Sepp Moser und Jürg Wernli angehören. Die Gesamtprojektleitung wird Ratschreiber Franz Breitenmoser übertragen.



























