«Gemeinsam gegen Armut»
AR/AI. Weisse Fahnen an den Kirchengebäuden signalisieren die Kampagne «Gemeinsam gegen Armut».
Am kommenden Wochenende vom 8./09. Dezember sowie am Menschenrechtstag der Schweizer Kirchen vom Montag, 10. Dezember, engagiert sich die evangelisch-reformierte Landeskirche beider Appenzell für die Kampagne «0.7 Prozent – Gemeinsam gegen Armut». Die Appenzeller Kirchgemeinden widmen sich in ihren Gottesdiensten sowie in ihren Kollekten diesem Thema und beflaggen, als sichtbares Zeichen im Kampf gegen Armut und Hunger, ihre Kirchengebäude mit weissen Fahnen.
An der Milleniums-Generalversammlung der UNO im Jahr 2000 verabschiedeten die Regierungsvertreter aller Staaten der Welt die Milleniumserklärung. Sie verpflichteten sich darin, die schlimmste Armut und den Hunger gemeinsam zu bekämpfen. Zu diesem Zweck legten sie acht messbare Ziele fest, die sie bis 2015 erreichen wollen.
So haben die an der UNO beteiligten Länder beschlossen bis zum Jahr 2015 Armut und Hunger zu hal-bieren. Reiche Länder haben versprochen, die Entwicklungshilfe auf 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen und die entsprechenden Mittel gezielt zur Beseitigung von Armut und Hunger einzusetzen.
Was macht die Schweiz? Der Bundesrat hat zwar mehrmals bekräftigt, dass er hinter den UNO-Milleniumszielen stehe. Mit den im Bundesparlament durchgeführten Sparrunden der letzten Jahre und den bisherigen Kürzungen insbesondere bei der Entwicklungshilfe, würde diese bis zum Jahr 2015 auf unter 0.4 Prozent sinken.
Dies hat die Schweizer Hilfswerke darunter auch diejenigen der evangelisch-reformierten Kirchen, wie «HEKS» und «Brot für alle» sowie über 60 weitere Organisationen veranlasst, bei Halbzeit zur Erreichung der Milleniumsziele, am 7. Juli eine Petition an den Bundesrat zu lancieren.
Sie verlangt von Parlament und Bundesrat, die Entwicklungsausgaben bis 2015 sukzessive auf 0.7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen und damit dem Beispiel unserer europäischen Nachbarländer zu folgen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) hat die Landeskirchen und die Kirchgemeinden eingeladen sich ebenfalls dafür zu engagieren.
Was macht das Appenzellerland? Der Kirchenrat der evangelisch-reformiert Landeskirche unterstützt das Anlie-gen und ist erfreut, dass die evangelisch-reformierte Kirchgemeinden beider Appenzell durch ihre breite Beteiligung ein sichtbares Zeichen setzen: Sie unterstützen die Aktion individuell mit Kollekten, indem sie sich aktiv für die Unter-schriftensammlung einsetzen und ihre Kirchengebäude weiss «beflaggen».
Praktisch alle Kirchgemeinden beider Appenzell werden sich am kommenden Wochenende den allgegenwärtigen Umständen von Armut und Hunger in unserer Welt und dem Kampagnenziel «0.7 Prozent – Es braucht nicht viel. Aber soviel braucht es!» widmen. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, an den Gottesdiensten teilzunehmen.



























