Gemeinde Heiden freut sich über Migros-Planung
Heiden/AR. Der Gemeinderat ist sehr erfreut über die Planung der neuen Migros.
Nebst energieoptimierter Bauweise werden auch zusätzliche Wohnungen realisiert. Die Gemeinde hat sich an den Kosten des Studienauftrages, aus welchem das Siegerprojekt ermittelt wurde, beteiligt.
Nachhaltiges Bauen ist gerade in Heiden angesagt, gilt es doch mit der Landschaft und der Umwelt auch als touristisches Kapital sorgsam umzugehen. Die Migros leistet dazu einen wertvollen, geschätzten Beitrag.
Zusätzliche Wohnungen sehr willkommen
Wohnungen sind in Heiden ein rares Gut. Derzeit stehen lediglich 12 Wohnungen zur Vermietung frei. Davon verfügen acht über weniger als vier Zimmer. Obschon im vergangenen Jahr lediglich wenige zusätzliche Wohnungen gebaut wurden, verzeichnete die Gemeinde Heiden einen Bevölkerungszuwachs von 40 Personen. Dies zeigt, dass die verfügbaren Wohnungen sofort besetzt werden. Der Gemeinderat ist deshalb besonders erfreut, dass die Migros die hervorragende Lage an der Gruberstrasse auch für den Wohnungsbau nutzt.
Vermittlung der Gemeinde
Der Gemeinderat hat im Sinn einer aktiven Bodenpolitik im Interesse der Entwicklung der Gemeinde das Bauland für die Genossenschaft Migros Ostschweiz erworben und unmittelbar weiterverkauft. Die Lage an der Gruberstrasse ist ideal, um einen weiteren Akzent im Ortsbild zu vermitteln. Gemeindepräsident Norbert Näf und Remo Passeri, Leiter Bau und Planung, waren Vertreter der Gemeinde in der Wettbewerbsjury für den Studienauftrag.
Beitrag an Studienauftrag
Der Gemeinderat hat an die Kosten des Studienauftrages einen Beitrag von 25 Prozent, höchstens 35’000 Franken, gesprochen. Dies entspricht der Praxis, wie sie bereits beim Studienauftrag des im Bau befindlichen Gebäudes Coop/Raiffeisenbank im Rosental angewendet wurde.
Das Baugrundstück der Migros befindet sich im Baugebiet Nord, für welches gegenwärtig zusammen mit den betroffenen Grundeigentümern ein neuer Quartierplan erarbeitet wird. Dabei ist vorgesehen, für die Hauptzufahrt ins Baugebiet und in das neue Gebäude der Migros die gleiche neue Zufahrt von der Gruberstrasse zu benützen.
Dennoch kann aufgrund der planerischen Voraussetzungen der Quartierplan Nord unabhängig vom Studienauftrag für das Migros-Gebäude weiterverfolgt und umgekehrt das Projekt Migros vorangetrieben werden, ohne dass dafür der Quartierplan Nord erforderlich ist.
Wohnen und Einkaufen an der Gruberstrasse
Die im Juli 1947 an der Poststrasse 5 in Heiden eröffnete Migros-Filiale entspricht mit einer Verkaufsfläche von lediglich 149 m2 den heutigen Kundenbedürfnissen längst nicht mehr. Die Platzverhältnisse des kleinsten Ladens im Wirtschaftsgebiet der Migros Ostschweiz sind sowohl in der Kundenzone als auch in den Hinterräumen völlig unbefriedigend. Weil sich die Migros Heiden auf eine treue Kundschaft abstützen kann, ist die Migros Ostschweiz schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem neuen Standort. Ein solcher wurde nun an der Gruberstrasse gefunden.
Mit dem geplanten Neubau mit einer Verkaufsfläche von rund 850 m2 und einer Tiefgarage möchte die Migros Ostschweiz nicht nur einen zeitgemässen Supermarkt realisieren, sondern das Wohnen und Einkaufen am gleichen Ort ermöglichen.
Ins Projekt sollen die neusten Erkenntnisse in Bezug auf die Nachhaltigkeit und die Ökologie einfliessen. So soll die Konstruktion des Gebäudes, aber auch der Umgang mit dem Energieverbrauch neue Massstäbe setzen.
Pilotfiliale bezüglich Nachhaltigkeit
Beim Projektwettbewerb ging es neben der Schaffung zeitgemässer Verkaufsflächen ganz besonders um die Erfüllung höchster ökologischer Anforderungen, aber auch um eine architektonisch überzeugende Gestaltung und ein harmonisches Einfügen des Bauwerkes ins Ortsbild. Der zukünftigen Migros Heiden soll bezüglich Nachhaltigkeit ganz klar die Rolle einer Pilotfiliale zukommen.
Zur Nachhaltigkeit werden mehrere Faktoren beitragen, so unter anderem:
– Die überwiegend in Holz gehaltene Konstruktion bringt die besten Werte für die sogenannte graue Energie.
– Ein bedeutender Teil der notwendigen elektrischen Betriebsenergie wird von einer Fotovoltaik-Anlage erzeugt.
– Die Abwärme der gewerblichen Kälte im Supermarkt wird zur Beheizung der zehn Wohnungen genutzt.
– Die Tiefgarage kann natürlich belüftet und belichtet werden und sowohl zur Rückkühlung als auch zur Wärmegewinnung (Abwärme der parkierten Fahrzeuge) beitragen.
Die Kosten für die Erstellung des Gebäudekomplexes – inklusive Landerwerb – belaufen sich auf schätzungsweise 15 Millionen Franken.
Ausstellung
Das Siegerprojekt der Bauart Architekten und Planer AG sowie die vier weiteren Arbeiten sind noch bis 25. April zu den nachfolgend aufgeführten Zeiten in der Asylturnhalle (Erdgeschoss) in Heiden ausgestellt:
Freitag, 17. April: 17.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 18. April: 10.00 bis 14.00 Uhr
Dienstag, 21. April: 17.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch, 22. April: 17.00 bis 19.00 Uhr
Freitag, 24. April: 17.00 bis 19.00 Uhr
Samstag, 25. April: 10.00 bis 14.00 Uhr
Wie geht es weiter?
Das Siegerprojekt wird überarbeitet und optimiert. Das Detailprojekt sollte im September 2009 vorliegen. Sollte die Verwaltung der Migros Ostschweiz dem Projekt zustimmen, könnte im Frühling 2010 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der Supermarkt würde dann etwa im Herbst 2011 eröffnet.



























