Gegner zu clever und gut
Unihockey. Der UHC Herisau verlor gegen die Gäste aus dem Bünderland mit 3:5.
Im dritten Heimspiel der Saison gegen die Calanda Flyers aus Trimmis startete der UHC Herisau engagiert und erspielte sich bereits in den ersten Minuten mehrere gute Torchancen. Nach drei Minuten konnte Butz mit seinem Treffer zum 1:0 für die Gastgeber diese Bemühungen in Zählbares ummünzen. Doch anstatt das Heimteam zu beflügeln, flachte das Spiel nach diesem Treffer merklich ab.
Die Gäste aus dem Bündnerland, die mit nur zwei Linien angereist waren, hielten das Tempo bewusst tief. Zudem begannen sie den Spielaufbau der Herisauer früher zu stören, womit diese sichtlich Schwierigkeiten bekundeten und ihr Spiel nicht mehr wunschgemäss aufziehen konnten. So war die Zuversicht auf ein ereignisreiches Spiel nach den geglückten Startminuten bald verflogen, stattdessen plätscherte das Spiel lange Zeit ohne nennenswerte Aktionen vor sich hin.
Während einer Auswechselphase des UHC Herisaus kurz vor der ersten Drittelspause, konnte ein Trimmiser Stürmer den Ball in der Offensivzone erobern und leitete sofort weiter in den Slot zum einschussbereiten Mitspieler. Da dieser nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte, erhielten die Gäste einen Penalty zugesprochen. Capeder übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum Ausgleich. Somit stand es nach den ersten 20 Minuten 1:1.
Die Herisauer Spieler waren geistig wohl noch in der Garderobe, als sie kurz nach Wiederbeginn den Ball nicht aus dem eigenen Drittel zu spielen vermochten. Für die Bündner machte sich das hartnäckige Forechecking bezahlt und sie gingen in der 22. Minute mit 1:2 in Führung.
In der Folge gelang es den Herisauern kaum noch ihr Spiel aufzuziehen, währenddem die Gäste immer besser ins Spiel fanden. Der Trainer, Markus Riesen, musste reagieren und stellte auf zwei Linien um. Doch weder diese Massnahme, noch ein Timeout schienen zu helfen. So konnten die Flyers ihre Führung mit einem verdeckt abgegebenen Schuss in der 34. Minute und einem weiteren Treffer kurz vor Drittelsende auf 1:4 ausbauen.
Vom Heimteam war eine deutliche Leistungssteigerung im letzten Abschnitt verlangt, wollten sie die Partie noch kehren. Doch fand man gegen die technisch versierten und clever spielenden Gäste aus Trimmis lange Zeit kein Mittel. Weil aber Torhüter Frick, der Kläger für die letzten 20 Minuten ersetzte, seinen Kasten sauber hielt, blieben die Herisauer im Spiel. Und als Etter in der 53. Minute auf Pass von Nüesch zum 2:4 einschoss, keimte wieder Hoffnung auf im Sportzi.
Allerdings musste die Aufholjagd noch etwas hinausgeschoben werden, weil es vorher noch eine Zweiminutenstrafe zu überstehen galt, was auch gelang. Daraufhin erhielt der UHC Herisau gut zwei Minuten vor Schluss selber eine Strafe zugesprochen und da man gleichzeitig den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte, konnte man in doppelter Überzahl agieren. Als Huber an der rechten Bande angespielt wurde, zögerte er nicht lange, zog ab und traf zum 3:4. Nun wurden die Bündner nervös und die Herisauer setzten zum finalen Sturmlauf an.
Die Herisauer Hoffnungen auf einen Ausgleich in letzter Sekunde wurden aber zerstört, als die Flyers die Partie sieben Sekunden vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor zum 3:5 für sich entschieden.
Spieltelegramm:
UHC Herisau – Calanda Flyers Trimmis 3:5 (1:1/0:3/2:1)
Tore: 03:00 Butz 1:0, 18:44 Capeder 1:1, 21:48 Weingart (Furger) 1:2, 33:42 Blumenthal 1:3, 39:01 Capaul (Furger) 1:4, 52:37 Etter (Nüesch) 2:4, 58:37 Huber (Lieberherr) 3:4, 59:53 Zurflüh 3:5
Strafen: UHC Herisau 3 x 2 Minuten, Calanda Flyers Trimmis 3 x 2 Minuten
Aufstellung
Etter Michael, Schoch Christian, Hess Michael, Resegatti Fabio, Widmer Ernst, Huber Christian, Lieberherr Peter, Studer Luca, Furrer Steven, Baumgartner Ruben, Kläger Bruno, Steinhauer Benjamin, Frick Markus, Bischof Mirco, Büsser Roger, Lanfranchi Adrian, Nüesch Raphael, Steiner Matthias, Butz Marco



























