Geglückter erster Appenzellerlauf
Appenzell/AI. Der Appenzellerlauf hat eine erfolgreiche erste Austragung hinter sich: 510 Personen, verteilt auf 32 Kategorien, nahmen teil.
Die Hauptklasse der Männer gewann der in Herisau wohnhafte Mengesha Feyisa vor Markus Hagmann (Mörschwil), jene der Frauen Lea Vetsch (Lichtensteig).
«Die Organisation hat geklappt, und die Stimmung war sehr gut», blickt OK-Präsident Rene Vicini zurück. Zwar zogen am Samstag einige dunkle Wolken auf, bis auf vereinzelte Tropfen in den letzten Minuten der über vierstündigen Veranstaltung blieben die Läufer von Regen verschont. Die Starts erfolgten pünktlich; sowohl die Aufbau- wie die Aufräumarbeiten verliefen speditiv. «Es soll der ‚Startschuss’ sein zu weiteren erfolgreichen Durchführungen», sagt Peter Schläpfer, der Geschäftsführer von Appenzellerland Sport. Exponenten dieser Organisation hatten im Herbst den «Verein für Sportförderung Appenzellerland» gegründet. Dieser ist mit der Durchführung des Appenzellerlaufes nun erstmals in die Öffentlichkeit getreten.
Viele kurzfristige Anmeldungen
Vierjährige Knirpse in der Kategorie «Bodäsori» bis zu ambitionierten Eliteläufern waren in 32 Kategorien am Start. Die Mehrheit der Volks- und Stadtläufe in der Region finden im Frühling oder Herbst statt. Die Verantwortlichen des Appenzellerlaufs glauben, dass der Termin im Juni deshalb vor allem für die Hobbyläufer gut in den Kalender passe. «Vielleicht weniger für die Spitzenleute, weil die zu diesem Zeitpunkt auf der Bahn und in Qualifikationsläufen engagiert sind.» Aber man wolle im Umfeld des Appenzellerlaufs sowieso keine Manager, die «einen Haufen Leute abladen und am nächsten Tag weiterziehen», erklärt Peter Schläpfer.
Bis am Tag vor der Veranstaltung hatten sich 320 Personen angemeldet, am Samstag wuchs die Teilnehmerzahl auf 510 an. Diese Zahl freute die Organisatoren angesichts der Tatsache, dass die Wetterprognose fast die ganze Woche schlecht gewesen war. Die Kurzfristigkeit der Anmeldungen sei bei derartigen Anlässen nicht ungewöhnlich und stelle eine Herausforderung dar, ergänzt Peter Schläpfer: «Weniger in technischer Hinsicht, weil wir in ‚Datasport’ eine professionelle Firma mit der Zeitmessung beauftragt haben, sondern zum Beispiel punkto Verpflegung.»
«Vertrauen weiter rechtfertigen»
Der Appenzellerlauf versteht sich in erster Linie als Anlass der Bewegungsförderung und des Breitensports. Dass der Landsgemeindeplatz im Zentrum stehen durfte und auch die Hauptgasse in die drei unterschiedlich langen Rundstrecken integriert werden konnte, sei sehr positiv. «Unser Dank geht an die Behörden und die Anwohner: Wir wollen dieses Vertrauen in den nächsten Austragungen weiter rechtfertigen.» Mit Titelsponsor «sana24», einer Marke der Visana-Gruppe, wurde eine Abmachung bis 2011 getroffen, womit gewisse Anfangskosten auf drei Jahre verteilt werden können.
Weitere Partner und Sponsoren waren mit Zelten und Ständen vertreten. Aus 14 Kantonen und aus Österreich, Deutschland und dem Fürstentum Liechtenstein stammten die Teilnehmer bei der Première. Das Appenzellische soll betont werden – was sich schon in der ersten Austragung zum Beispiel in den Bezeichnungen der Kategorien dokumentierte.
Die Favoriten vorne
In der «Hoptklass» der Männer beendete Markus Hagmann (Mörschwil) die kleine Start-Runde als Erster, womit er einen Spezialpreis gewann. Auf der ersten von vier grossen Runden übernahm aber ein anderer Favorit, der aus Äthiopien stammende und in Herisau wohnhafte Mengesha Feyisa, die Führung. Diese gab der im Trikot des TV Teufen laufende Feyisa nicht mehr ab; er erreichte nach 8800 Metern das Ziel eine Minute vor Hagmann.
Bei den Frauen wurde die in Lichtensteig wohnhafte St.Galler Oberländerin Lea Vetsch ihrer Reputation gerecht und siegte überlegen vor Iris Bechtiger (Wald AR). Die Läuferinnen und Läufer aller Kategorien freuten sich am Interesse und an der Unterstützung entlang der Strecke. Rund 150 Helfer waren im Einsatz: als Strecken- und Sicherungsposten, als Funktionäre im Start-/Ziel-Bereich, in der Festwirtschaft, als voraus rollende Velofahrer oder mit einem Besen als Schluss-Symbol des Läuferfeldes, ebenfalls auf einem Fahrrad.
Ranglisten unter www.appenzellerlauf.ch



























