Gefahren bei der Kirschenernte
Was dem Früchtefreund Freud ist, kann dem Bauern schnell zur Gefahr werden: Die alljährliche Kirschenernte. Stürze von der Leiter können mit einfachen Sicherheitsmassnahmen verhindert werden.
Jährlich sterben in der Schweiz im Durchschnitt drei Personen beim Kirschenpflücken, Vier ziehen sich schwere Verletzungen zu, die etwa zu einer Querschnittslähmung führen können.
Die Situation habe sich in den letzten 20 Jahren aber massiv gebessert, sagt Martin Ulrich, Sicherheitsberater bei der Beratungstelle für Unfälle in der Landwirtschaft (BUL): «Durch unsere langjährige Präventionsarbeit sind den Bauern die Gefahren bewusster geworden. Marode Leitern werden heute schneller entsorgt als früher.»
«Ältere Bauern überschätzen sich»
Doch nicht nur ausgediente Leitern sind Schuld an den Stürzen. Oft sind Sicherheitsmassnahmen mangelhaft oder fehlen ganz. Zum Beispiel müsse man die Leiter an den Baum binden, damit sie nicht umfallen kann. Und damit sie einen guten Stand hat sollte sie mit dafür vorgesehenen Spitzen im Boden verankert werden.
«Doch viele Bauern sehen keine Notwendigkeit in diesen Vorkehrungen. Vor allem ältere Menschen, die schon seit Jahren Kirschen gewinnen, übernehmen sich. Da kann es bei hohen Temperaturen schnell zu einem kurzen Aussetzer kommen und schon ist es passiert.»
Schlimme Unfälle, etwa wenn die Sanität oder gar REGA gerufen werden, publiziert die Polizei. Die meisten sind zum Glück nicht so tragisch und bleiben deshalb unveröffentlicht. Die Zahl der tatsächlichen Unfälle durch Leiterstürze können daher nicht eruiert werden.
Nützliche Tipps zur Vermeidung von Leiterstürzen:
– Leiter vor Gebrauch prüfen
– Leiter am Baum anbinden
– sich mit Obstpflückgurt am Baum festbinden
– richtige Leiterspitzen wählen
– gutes Schuhwerk tragen (rutschfeste Sohlen)
Sehen Sie hier die ausführliche Version der Liste



























