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Geburtenzahl im Thurgau wieder rückläufig

TG. Gemäss der soeben erschienenen Ausgabe des elektronischen Newsletters der Dienststelle für Statistik wurden im Kanton Thurgau 2008 wieder weniger Kinder als in den beiden Vorjahren geboren.

Die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger bildete sich erstmals seit drei Jahren zurück.
Im Jahr 2008 wurden im Kanton Thurgau 2187 Kinder geboren, rund 70 Geburten oder 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die kurze Phase steigender Geburtenzahlen, die in den Jahren 2006 und 2007 beobachtet worden war, vorerst wieder gestoppt. Gesamtschweizerisch hielt der Trend steigender Geburtenzahlen im Gegensatz zum Thurgau weiter an. Während 2008 die Geburten im Thurgau abgenommen haben, wurden im gleichen Zeitraum mehr Todesfälle verzeichnet. Damit bildete sich der Geburtenüberschuss von 423 auf 245 Personen zurück, dem tiefsten Stand seit beinahe hundert Jahren.

Geburtenüberschuss dank ausländischen Müttern

Der Geburtenüberschuss ist ausschliesslich auf die ausländische Wohnbevölkerung zurückzuführen. Im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil gab es besonders viele Geburten von Müttern mit Staatsangehörigkeit Mazedonien, Serbien und Montenegro oder Portugal. Von deutschen Staatsangehörigen, welche die grösste Ausländergruppe im Thurgau bilden, wurden hingegen vergleichsweise wenige Geburten registriert.
In der Thurgauer Wohnbevölkerung mit schweizerischer Nationalität wurden 2008 mehr Todesfälle als Geburten registriert. Nach zwei Jahren mit knapp positivem Geburtenüberschuss ist dieser damit wieder in den negativen Bereich gerutscht (-144 Personen). Gesamtschweizerisch wurde ein leichter Geburtenüberschuss bei der Bevölkerung schweizerischer Nationalität beobachtet.
Am häufigsten wurden 2008 bei den neugeborenen Thurgauer Mädchen die Vornamen Laura, Lea und Sara bzw. Sarah gewählt, bei den Knaben David, Finn bzw. Fynn und Jannick bzw. Yannick (und weitere Schreibweisen).

Höheres Durchschnittsalter der Mütter, mehr Eheschliessungen
Das Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes hat im Kanton Thurgau in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Im Jahr 1987 lag das Durchschnittsalter noch bei 26,2 Jahren. Seither hat es sich auf 29,2 Jahre erhöht. Das Durchschnittsalter der Mütter schweizerischer Nationalität bei der Geburt des ersten Kindes liegt mit 30 Jahren weit höher als jenes ausländischer Mütter (rund 27 Jahre).
Im Kanton Thurgau wurden im Jahr 2008 gut 1170 Ehen geschlossen, das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Scheidungen blieb unverändert bei knapp 590.

Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger rückläufig
Erstmals seit mehr als drei Jahren arbeiteten im ersten Quartal 2009 wieder weniger Grenzgängerinnen und Grenzgänger im Kanton Thurgau. Im Vergleich zum Vorjahr waren jedoch immer noch 4,7 Prozent mehr Pendlerinnen und Pendler aus dem Ausland im Thurgau tätig – damit wuchs deren Zahl weiterhin stärker als in der Gesamtschweiz. Von den knapp 3500 Grenzgängerinnen und Grenzgängern gehen rund 60 Prozent einer Beschäftigung im Dienstleistungssektor nach, davon mehr als ein Viertel im Gesundheits- und Sozialwesen.

ThurgauThurgau / 13.07.2009 - 11:38:49