Fussgängerübergang wird mit Lichtsignalanlage ausgerüstet

Herisau/AR. Der Fussgängerübergang Stelz wird Saniert um mehr Sicherheit zu gewährleisten und beim Gemeinderat wurden zwei einfache Anfragen eingereicht.

Die Gossauerstrasse wird auf dem Abschnitt Sonnhaldenweg – Tor Rietwis durch das kantonale Tiefbauamt ab April saniert. In diesem Teilstück unterhält die Gemeinde Herisau zwei Bushaltestellen (Kreuzweg, Stelz) und weiter ist sie verantwortlich für die Fussgängerübergänge. Die geplanten Sanierungsarbeiten erlauben nun eine Optimierung der für diese Anlagen notwendigen Belagsmarkierungen, Signalisierungen, Beleuchtungen und weiteren Einrichtungen.

Die Verkehrsbelastungen der Gossauer- und der St.Gallerstrasse weisen in etwa die gleich hohen Werte auf. Im Unterschied lassen die Platzverhältnisse an der Gossauerstrasse keine Mittelinsel bei den Fussgängerstreifen zu, welche die Sicherheit bei Querung deutlich erhöhen. Auf dem besagten Abschnitt der Gossauerstrasse müssen aus Sicherheitsüberlegungen die Fussgängerübergänge Stelz, Tobelackerstrasse und Städeliweg neu betrachtet werden.

Aus der Beobachtung beim häufigen Befahren der Gossauerstrasse lässt sich feststellen, dass der Fussgängerstreifen Tobelackerstrasse praktisch nicht und der Übergang Städeliweg nur selten benutzt wird. Der Fussgängerstreifen Stelz wird stärker frequentiert, er dient den Kindern aus dem Gebiet Rietwis, Schochenberg als Schulweg.

Das bfu empfiehlt, wenig frequentierte Fussgängerstreifen aufzuheben, weil sie die Querungssicherheit nicht erhöhen. Auch die zur Stellungsnahme angefragten Kantonspolizei und kantonales Tiefbauamt empfehlen der Gemeinde diese beiden Querungen aufzuheben.

Der Fussgängerstreifen Stelz wird stärker frequentiert. Er wird von zirka 40 Schulkindern aus dem Quartier Rietwis / Schochenberg auf deren Schulweg gequert. Zusätzlich verbindet der Zebrastreifen die beiden Bushaltestellen Stelz. Die Sicherheitsbeurteilung dieses Fussgängerstreifens zeigt, dass Defizite vorhanden sind. Als Verbesserungsmassnahme kommt hier nur eine Lichtsignalsteuerung in Frage. Damit wird die Augenfälligkeit dieser Strassenquerung erhöht und zusätzlich wird erreicht, dass die Busse während dem Stopp auf der Haltestelle nicht mehr überholt werden. Kantonspolizei und kantonales Tiefbauamt unterstützen diese Sicherheitsmassnahme.

Die Kosten für die Sicherung dieses Fussgängerüberganges liegen bei zirka 150’000 Franken. Der Gemeinderat hat einen Kredit von 75’000 Franken bewilligt. Gemäss Strassengesetz werden die Erstellungskosten für Lichtsignalanlagen zwischen Kanton und Gemeinden halbiert. Zuständig für die Realisierung ist das Departement Bau und Umwelt, beziehungsweise das kantonale Tiefbauamt.

Parlamentarische Vorstösse

Der Gemeinderat nahm anlässlich seiner Sitzung vom 21. April von folgenden Vorstössen Kenntnis:

a) Im Rahmen einer Interpellation erkundigt sich Einwohnerrat Florian Hunziker, mit welchen Massnahmen der Gemeinderat dem schwindenden Sicherheitsgefühl in Herisau begegnen möchte. Ferner möchte der SVP-Politiker unter anderem wissen, wie der Gemeinderat einem Einsatz von patrouillierenden Sicherheitsangestellten gegenübersteht und mit welchen Konsequenzen Tatausübende zu rechnen haben. Die Behandlung der Interpellation ist für die Einwohnerratssitzung vom 10. Juni vorgesehen.

b) SVP-Einwohnerrat Christian Oertle möchte vom Gemeinderat – im Rahmen einer einfachen Anfrage – einige Auskünfte zur Neubesetzung der Kommunikationsbeauftragten-Stelle. Unter anderem möchte der Fragesteller in Erfahrung bringen, ob ein Stellenbeschrieb existiert, welche Ausbildung gefordert war und welche Bereiche durch diese Anstellung entlastet werden.

Die Beantwortung der einfachen Anfrage hat reglementsgemäss innert vier Monaten schriftlich – jedoch ausserhalb einer Einwohnerratssitzung – zu erfolgen.

Appenzell Ausserrhoden / 28.04.2009 - 11:06:10
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