• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich
DE | FR | IT

«Für Rückzug einsetzen»

Grüne, SP, Pro Natura und WWF wehren sich gemeinsam gegen den geplanten Baus eines Kohlekraftwerks, von dem auch die Stadt St.Gallen Strom beziehen soll.

Die gemeinsame Medienmitteilung der Verbände und Parteien im Wortlaut:

«Das Weltklima steht vor gravierenden Umwälzungen. Es gilt, den C02-Ausstoss drastisch zu reduzieren. Die mit 80% sehr hohe Zustimmung zum revidierten Energiefonds-Regelement zeigt: Die St.Galler Bevölkerung ist bereit, die Ziele des Energiekonzepts Schritt für Schritt umzusetzen. Die Abklärungen für ein Erdwärme-Kraftwerk auf Stadtgebiet stimmen ebenfalls zuversichtlich: St.Gallen ist als Energiestadt auf Kurs.

Nicht in dieses positive Bild passt jedoch die Absicht der SN Energie AG, sich als Stromlieferantin der St.Galler Stadtwerke an der Realisierung eines neuen Steinkohlekraftwerks in Brunsbüttel bei Hamburg zu beteiligen. Die Energiestadt St.Gallen stellt drei der elf Verwaltungsräte der SN Energie AG und besitzt als Hauptaktionärin über einen Drittel des Aktienkapitals. Der Kohlenstrom untergräbt die Ziele des Energiekonzepts 2050 und ist darum kein Beitrag für eine nachhaltige Energiezukunft. Die Stadtparteien von Grünen und SP sowie die Umweltverbände Pronatura und WWF fordern die StromkonsumentInnen und BewohnerInnen der Energiestadt St.Gallen auf, «Nein zur Kohle» zu sagen.

Alle städtischen Haushaltungen erhalten in diesen Tagen eine entsprechende Protestkarte. Die St.Galler Stadtwerke sollen sich bei der SN Energie AG für den Rückzug der Beteiligung am Kohlekraftwerk Brunsbüttel einsetzen. Kohle- und Atomkraftwerke führen nicht in eine nachhaltige Energiezukunft. Um gemeinsam mit den Stadtwerken auf erneuerbare Energien zu setzen, lässt sich die Protestkarte auch gleichzeitig zum Bestellen von Informationen zum Bezug von Strom aus Wasserkraft, Sonne oder Wind nutzen. Denn um für das Klima die Kohle aus dem Feuer zu holen reicht ein «Nein» allein nicht aus.»

St.GallenSt.Gallen / 05.12.2008 - 15:01:16