
Für Fiat-Vizepräsident Elkann hat Chrysler eine Zukunft
St. Gallen. Der US-Autokonzern Chrysler habe eine Zukunft. Das sagte John Elkann, Vizepräsident des Fiat-Konzerns, am Symposium.
Im letzten Quartal 2008 sei die Nachfrage nach Automobilen dramatisch zurückgegegangen, sagte Elkann. Bei Fiat habe man die Sache umgehend gründlich analysiert und sei zum Schluss gekommen, dass die Situation nur verbessert werden könne, indem man die Kosten senke; die Preise zu erhöhen, sei gegenwärtig unmöglich.
Der Autokonzern Fiat produziere im Moment zwei Drittel dessen, was eigentlich möglich wäre. Diese Situation sei unbefriedigend, wenn man bedenke, dass der ganze Konzern jährlich fünfeinhalb bis sechs Millionen Wagen produziere. Fiat habe Interesse an Chrysler, die «Heirat» sei aber noch nicht beschlossen, betonte Elkann.
Für den Agnelli-Enkel ergibt auch ein Zusammengehen von Fiat mit GM-Europe – also mit Opel – Sinn. Von einer Fusion könnten beide Konzerne profitieren. Damit die Automobilindustrie weltweit eine Zukunft habe, brauche es die Kooperation unter den Konzernen.
US-Präsident Barack Obama habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Vorschläge zur Rettung der Automobilindustrie erarbeitet. Fiat wurde von der US-Regierung eingeladen, mitzuarbeiten und seine Erfahrungen mit seinem Modell 500 (Cinquecento) einzubringen.