Fünf neue Vereinsrekorde am Turnfest in Murri
Hundwil/AR. Der Turnverein Hundwil hat ein erfolgreiches Turnfest hinter sich.
Samstagmorgen 7 Uhr, Hirschen Hundwil. Einige verschlafene Gesichter sitzen am Stammtisch, schlürfen Kaffe und essen Gipfeli. Ahnungslos sitzen sie da, unwissend was für ein super grandioses Wochenende noch vor ihnen liegt. Voller Tatendrang machen sie sich auf den Weg zur Post und dort wartet bereits schon eine grosse Schare in blau. Der Weg ans Turnfest auf Murri kann unter die Füsse bzw. Räder genommen werden. Die Zugfart von zirka 3 Stunden gibt nochmals allen die Chance Energie zu tanken für die bevorstehenden Wettkämpfe. Als wir dann trotz falschem Zug, oder «Zug vor der Schnorre wegfahren» alle pünktlich in Murri ankommen, kann man das Festgelände bereits vom Bahnhof aus überblicken. Ein kleines gemütliches Turnfest. Nach dem wir einen gedeckten Platz für unser Material gefunden hatte, es war ja Regen vorausgesagt worden, ging es bereits ans Einlaufen. Der erste Wettkampfteil startete auch schon mit der 4×100 m (8.79), der Gymnastik (8.88) und dann beobachtete man das Treiben unserer vier Kugelstösser. Nach dem Geprahle in den letzten Turnstunden war doch jeder gespannt, wer von den drei Aktiven hier das Rennen machen würde. So war man dann doch eher überrascht als das Niveau doch um einiges Tiefer war als bei den Trainings. So reichte es gerade für ein 8.64 und eine schlechte Laune von Steff. Nach diesem Wettkampfteil war die Stimmung noch nicht all zu hoch, da die Zielnote von einer 9 nirgends erreicht wurde. Trotzdem wollte man den Rückstand noch aufholen und ging voller Power in den zweiten Wettkampfteil. Das Pendelstafettenteam gab ihr Bestes und holte ein 9.39 und auch beim Wurf konnten wir mit einer 9.55 (Vereinsrekord) brillieren. Jetzt galt es für die Geräteturner und Fachtestler ernst. Unter der Leitung des kompetenten Appenzeller KB Jesus F. Ammann machte sich das Fachtestteam an das Isostar mischen und betrat den Wettkampfplatz. In der Gerätehalle galt es zuerst für die Gerätekombination und dann für die Barrenzeller ernst. Nach einer sehr gelungen Aufführung unserer Damen die mit einer 9.02 (Vereinsrekord) bewertet wurde erklang das Zäuerli durch die Halle. Es herrschte absolute Stille, denn so was hatte man hier noch nie gesehen. Ebenfalls war die Qualität der Turnübung dank unseres Mentaltrainers Emanuel so gut wie noch nie und wir erhielten eine 9.39 (Vereinsrekord). Danach schauten alle noch dem Fachtest zu welche auch eine Glanzleistung von 9.62 (Vereinsrekord) trotz der angestiegenen Anforderungen erreichte. Nun war das Fest perfekt. Die ersten Hochrechungen von Zubi ergaben eine Note deutlich über der 27. Dank einiger Sponsoren aus unseren Reihen war das Bier bereits an unserem Platz bereit und es konnte schon auf die gute Note angestossen werden. Gesang, gelächter, und gute Stimmung verbreitete sich um unser Platz herum und jedermann kannte von diesem Moment an die Hundwiler.
Um 17 Uhr ging es dann mit dem «Hü-üpft wenn ihr Turner seid» quer durch das Festgelände hin zum Festzelt in dem das Nachtessen bereit war. Kaum waren alle fertig mit essen, wurden schon die Bänke erklommen und gesungen was die Stimmen hergaben. Kaum 20 Minuten später war der ganze TVH auf der Bühne im Festzelt und heizte der noch etwas trägen Menge ein. Nun konnte das grosse Fest beginnen. Doch leider merkte dies die Liveband nicht und führte noch einen Stündigen Sound check durch. Dies war dann einigen doch zu lange und man machte sich auf den Weg unter die Dusche. Von hier an ging jeder so seine eigenen Wege. Die Einten verbrachten den Abend im Kaffeezelt mit dem heissen Sound von Erica Arnold. Andere veranstalteten noch ein Obligatorische Schiessen, vergnügten sich in der Bar oder im Festzelt usw. Dank den Dartkünsten und der Spatzung im Portemonaie von einigen Aktiven konnte dann auch noch ein Errinnerungsstück in Form einer Biene Maya Puppe ergattert werden. So feierte man die ganze Nacht hindurch und schaute nicht schlecht, als es schon wieder Tag war. Auch hier sah man ein weiters mal die sensationelle Zusammenarbeit des TVH. Die ausgeschlaffenen Mitglieder fanden doch bereits einen reservierten Platz im Kaffeezelt vor und konnten sich zu den halb fitten Kameraden gesellen. So verbrachte man den regnerischen Tag hauptsächlich in diesem Zelt und machte sich dann um 15 Uhr auf den Heimweg. Im Zug wurde dann wieder geschlaffen oder weiter die gute Laune verbreitet. Auf jeden Fall sind alle wieder tadellos, einige ohne T-shirt und Schuhe aber sichtlich gesund zuhause angekommen. Das neu erhaltene Vereinsbänkli wurde von unseren Bänkliträger artgerecht im Dorf 2 Garten deponiert und man konnte den Ausklang im Rössli noch redlich feiern.
Es war ein grandioses Wochenende an dem wir 5 Vereinsrekorde brechen durften. Auch die Gesamtnote von 27.57 lässt darauf schliessen, dass unser Verein nicht nur feiern kann, sondern auch zu Bestleistungen fähig ist. So waren wir doch der 6. Verein in der 1. Stärkeklasse und konnten mit Stolz von dem Platz gehen.



























