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Fünf Lehrpersonen pensioniert

Herisau. Am Schlussessen der Schule Herisau im Casino wurden fünf Pensionierte von der Schulleitung, der Schulkommission und dem Kollegium verabschiedet. 15 Lehrpersonen durften Jubiläums-Ehrungen entgegennehmen.

Dominik Schleich verabschiedete mit Markus Stäheli, seinem Kollegen aus der Schulleitung, jene Lehrpersonen, die in diesem Sommer die Schule Herisau verlassen. 15 Kolleginnen und Kollegen feiern 2008 ein «rundes Jubiläum». Sie wurden durch die Ortskonferenz (Zusammenschluss der Herisauer Lehrpersonen) geehrt: Heinz Kürsteiner (40 Jahre), Georg Kegel und Gerold Klauser (30 Jahre), Rico Ehrbar, Marianna Marti und Christian Sprecher (25 Jahre), Margrit Schläpfer, Regina Karrer Manser und Annemarie Wyssen (20 Jahre), Irène Keller (15 Jahre) sowie Beat Rusterholz, Nicole Monastra, Barbara Brunner, Regula Stricker und Cyrill Schönenberger (10 Jahre).

Die fünf Lehrpersonen, die in diesen Tagen die Pension antreten, wurden von ihren Schulhaus-Teams gewürdigt.

Heidi Henggeler hat vor 41 Jahren im Landhaus ihre Arbeit aufgenommen. Dabei besuchten auch die Jugendlichen der Oberstufe die Handarbeit bei ihr. 1970/71 hielt sie sich während acht Monaten an einer Webschule in Finnland auf. «Einfach so, für mich. Es hat mich interessiert.» Sie kehrte ins Landhaus zurück. Nach der Gründung einer Familie und einer Kinderpause übernahm sie 1979 wieder ein kleines Pensum im Landhaus mit dem textilen Werkunterricht auf der Unter- und Mittelstufe. Nebst dem regulären Schulbetrieb hat Heidi Henggeler vor Jahren auch Haushaltlehrtöchter in Bügeln und Flicken unterrichtet, Handfertigkeitskurse erteilt, in den Erwachsenenkursen mitgearbeitet. Sie baute ihre Tätigkeit auf rund 60 Prozent aus. 1996 wechselte sie ins Waisenhaus, wo sie seither unterrichtete.

Monika Suhner ist Bernerin. «Das hört man ja immer noch….», sagt sie. Ihre Primarschultätigkeit begann sie Mitte der Sechzigerjahre in ihrem Heimatkanton, ehe sie sich nach sechs Jahren der Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin widmete. Sie kehrte zu einer 3./4. Klasse zurück, unterrichtete dann während eines Jahres an der deutschen Schule in Lagos. «Ich habe gedacht, ich werde nie mehr in die Schulstube zurückkehren.» Es folgte eine Pause, bedingt durch die Geburt der eigenen Kinder. Durch Deutschstunden für Fremdsprachige und Stützunterricht erfolgte in ihrer neuen Heimat Herisau der Wiedereinstieg in einem Teilpensum, nachdem das jüngste Kind das Schulalter erreicht hatte. Vor zehn Jahren übernahm Monika Suhner im Schulhaus Saum die Stelle der Schulischen Heilpädagogin.

Christian Vetterli begann seine Lehrertätigkeit 1967 in Dicken. Es folgte die Arbeit in der Mittelstufe Schönengrund (wo er immer noch wohnt) und der Besuch der Pädagogischen Hochschule St.Gallen: Ab 1985 unterrichtete er an der Berufswahlschule Herisau, was faktisch dem dritten Realschuljahr entspricht. «Diese Stufe entspricht meinem Naturell und meinen Interessen.» Er habe in den 23 Herisauer Jahren sicher über 400 Jugendliche unterrichtet, weil er mit Beginn des neuen Schuljahres ja stets eine neue Klasse übernommen habe. Christian Vetterli hat sich für die speziellen Belange seiner Stufe eingesetzt, unter anderem der Aufsichtskommission der Ausbildung angehört und in der AGL (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Lehrkräfte mit Berufswahlvorbereitung) ein Vorstandsamt innegehabt.

Egon Weiss kam nach der Absolvierung des Lehrerseminars als junger Primarlehrer nach Herisau. «Geplant war ursprünglich, dass ich im Schulhaus Ramsen die Abschlussklasse übernehmen würde.» Diese wurde allerdings ins Schulhaus Poststrasse verlegt, so dass 1965 das Gebäude im Dorfzentrum seine Heimat wurde. Eigentlich hatte Egon Weiss den Standort Herisau nur als Einstieg gedacht; er fühlte sich aber bald im Dorf, im Schulhausteam und auf der Stufe heimisch. Es kam nie mehr zu einem Wechsel – sieht man davon ab, dass die Realschule im Jahre 1984 den Ebnet-Neubau beziehen konnte. Die Zusatzausbildung vom Primarlehrer zum Abschlussklassenlehrer konnte damals noch berufsbegleitend erfolgen – durch die Absolvierung von Kursen während der unterrichtsfreien Zeit.

Erwin Fritz absolvierte die ersten fünf Primarlehrer-Jahre in Oberrindal. Ab 1970 unterrichtete er in Herisau, im Bezirk Obere Säge. Das ehemalige Schulhaus wurde 1996 durch den Neubau Langelen ersetzt. «Das ist in jeder Beziehung ein gelungenes Gebäude», sagt Erwin Fritz, der während der letzten Jahre vor seiner Pensionierung das Amt des Vorstehers ausgeübt hat. Im August wird er im Schulhaus Müli eine siebenwöchige Stellvertretung übernehmen. «Ich hatte eine meistens sehr gute Zeit, das freut mich», ergänzt Erwin Fritz, der über die Gemeindegrenzen hinaus in Fussballkreisen bekannt war. Er spielte bei Gossau, Frauenfeld, Schaffhausen und Herisau, einige Zeit sogar in der NLB. Der Aktivzeit folgten Trainerstationen in Teufen, Appenzell, Herisau und Gossau.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 08.07.2008 - 12:28:00