Fünf Forderungen zur Bewältigung der Krise
St. Gallen. Der Kantonale Gewerkschaftsbund (SGB) stellt fünf Forderungen an die Regierung, mit denen die Folgen der Wirtschaftskrise bekämpft werden sollen.
Wie die SGB heute an einer Medienkonferenz mitteilte liess, steht der Kanton St. Gallen in der Realwirtschaft erst am Anfang einer Krise. Die Zahlen von Kurzarbeit und Erwerbslosigkeit werden, laut SGB weiterhin massiv ansteigen.
«In der Folge wird die Konsumentenstimmung, ein bisher konstant – positiver Faktor, sich verschlechtern und den Abwärtstrend wahrscheinlich verstärken. Entschlossenes staatliches Handeln ist zwingend erforderlich», sagte Peter Hartmann, Vorstandsmitglied des Kantonalen Gewerkschaftsbundes und Kantonsrat.
Fünf Forderungen an die St. Galler Regierung
Der SGB fordert zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise eine Neuausrichtung der kantonalen Wirtschaftsförderung. Diese soll kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beraten in Zusammenhang mit ihrer Bonität und helfen, wenn es Probleme mit Bankkrediten gibt.
Gefordert wird auch ein qualifiziertes Angebot für Menschen, die von Kurzarbeit betroffen sind. Sie sollen sich weiterbilden können, verlangt der SGB. Er schlägt Weiterbildungs-Bons vor.
Im Weiteren wird die öffentliche Hand von den Gewerkschaften angehalten, Stellen für Lehrabgängerinnen und -abgänger zu schaffen und den Unternehmen dadurch ein Vorbild zu sein, wie am Donnerstag an einer Medienkonferenz von SGB-Vertretern ausgeführt wurde.
Dass sich der Kanton in der Krise antizyklich verhält und Investitionen vorzieht, ist für den Gewerkschaftsbund
selbstverständlich. Zudem fordert er eine Aufstockung des Personals in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), damit Menschen ohne Arbeit schnell und unkompliziert geholfen werden könne.
Sozialpolitische Forderungen
Nebst den fünf konkreten Forderungen an die Regierung, schlägt der SGB auch sozialpolitische Massnahmen zur Stärkung der Kaufkraft vor.
Der Kanton soll zur Entlastung von Familien die Krankenkassenprämien für Kinder übernehmen. Ausserdem fordert der SGB, dass mehr Auszubildende und Studierende Stipendien erhalten sollen.



























