Fünf «Espenmoos»- Randalierer verurteilt

St. Gallen. Nach den Ausschreitungen beim letzten Heimspiel des FC St. Gallen im «Espenmoos» vom 20. Mai 2008 sind fünf Personen rechtskräftig verurteilt worden.

Insgesamt hat die St. Galler Staatsanwaltschaft gegen 24 Personen Ermittlungen eingeleitet. Dies gab der zuständige Untersuchungsrichter Simon Burger heute auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA bekannt; einen Tag nach dem vorzeitigen Wiederaufsiteg des FC St. Gallen in die Super League.

Randalierer hatten am 20. Mai 2008 nach dem Barragespiel des FC St. Gallen gegen die AC Bellinzona im Fussballstadion Espenmoos Sachschaden von rund 150 000 Franken angerichtet. Die St. Galler Polizei stürmte das Stadion mit einem Grossaufgebot. Sie konnte die massiven Ausschreitungen jedoch nicht verhindern.

Nach der Auswertung des Videomaterials ermittelte die Kantonspolizei St. Gallen acht Verdächtige. Daraufhin wurden von der Staatsanwaltschaft die Fälle von fünf mutmasslichen Randalierern ans Kreisgericht St. Gallen überwiesen. Ihnen wird mehrfache Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und Gewalt und Drohung gegen
Behörden und Beamte vorgeworfen.

Erste Verurteilungen
Im Juli 2009 stehen die ersten «Espenmoos»-Randalierer vor dem Kreisgericht St.Gallen. Ihnen drohen bedingte Freiheitsstrafen von 11 bis 14 Monaten und je eine Busse von 1000 bis 2100 Franken, wie Simon Burger sagt. Während einer Probezeit von drei Jahren soll ihnen zudem generell verboten werden, an Fussball- oder Eishockeyspielen dabei zu sein.

Für drei weitere Personen hat die Staatsanwaltschaft bereits einen rechtskräftigen Strafbescheid ausgesprochen. Die Urteile bewegen sich zwischen bedingten Geldstrafen von 4500 Franken und einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten. Ausserdem wurden den Verurteilten Bussen und Verfahrenskosten aufgebrummt.

Drei weitere Anzeigen erfolgten auf Hinweis der Stadtpolizei. In zwei Fällen sind die Strafbescheide (bedingte Geldstrafen und Bussen) rechtskräftig, ein Fall ist noch pendent.

Fahndung im Internet
Im Januar veröffentlichte die Staatsanwaltschaft Bilder von mutmasslichen Fussball-Hooligans im Internet. Von den 18 Männern, nach denen online gefahndet wurde, meldeten sich sechs selbst bei der Polizei.
Einer dieser Fälle sei ans Gericht überwiesen worden, sagte Burger. Bei drei Personen steht die Anklage unmittelbar bevor. Für vier mutmasslichen Randalierer sind die Jugendanwaltschafen von St. Gallen, Altstätten SG und Trogen AR zuständig.

In zwei weiteren Fällen hat die Polizei ermittelt und bei drei Personen gibt es Hinweise, dass sie an den Ausschreitungen beteiligt waren. Bei den Angeschuldigten handelt es sich vorwiegend um junge Männer zwischen 17 und 22 Jahren. Mehrheitlich sind es Schweizer, die vor allem im Kanton St. Gallen und dem Kanton Appenzell Ausserrhoden wohnen.

St.Gallen / 19.05.2009 - 15:52:45
Exit mobile version