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Führung währte nicht lange

Unihockey. Ein spannendes Spiel lieferten sich Herisau und Thurgau. Herisau ging als klarer Sieger vom Platz

Am kalten Dezember-Sonntagabend, 16. Dezember, traf Herisau in der Heimatstätte auf Floorball Thurgau. Die Rückrunde wurde letztes Wochenende mit einem knappen Sieg erfolgreich lanciert. Jetzt galt es daran anzuknüpfen.

Beide Teams begannen gut. Das Spiel war ausgeglichen und es gab Chancen auf beiden Seiten. Nach zehn Minuten musste ein Thurgauer ein erstes Mal auf die Strafbank. Das Powerplay der Gastgeber vermochte aber überhaupt nicht zu überzeugen, geschweige denn erfolgreich abzuschliessen.

Auch nach der Überzahlsituation boten sich zahlreiche Chancen in Führung zu gehen, diese wurden aber teilweise kläglich vergeben. Es ging schon gegen Drittelsende als Thurgau den ersten Treffer markierte. Nach einer Druckphase brachte Herisau den Ball nicht aus der Zone, ein Ablenker am weiten Pfosten liess die Gäste ein erstes Mal jubeln.

Nur 40 Sekunden später zappelte der Ball aber auf Thurgauer Seite im Netz, als Steinhauer von Hess im Slot bedient wurde. 1:1 hiess es nach 20 Minuten. Kaum hatte das mittlere Drittel begonnen, jubelten die Spieler der Heimmannschaft über den erstmaligen Führungstreffer.

Wieder hatte die Sturmlinie Hess, Steinhauer, Büsser die Thurgauer Abwehr erfolgreich unter Druck gesetzt ehe sie den Ball im Tor versenken konnten. Nur eine Minute später war das Spiel wieder ausgeglichen als diesmal Herisau nicht aus der eigenen Zone kam und schliesslich ein Thurgauer im vollen Lauf abziehen konnte.

Mitte dem zweiten Drittels hiess es 3:2 für das Heimteam. Wieder hatte die zweite Linie zugeschlagen. Die Führung währte nicht lange. Innerhalb weniger Minuten war das Spiel gedreht, als Thurgau den kurz Druck erhöhte hatte und folglich mit 2 Toren das Spiel definitiv an sich riss.

Von da an ging beim Heimteam praktisch nichts mehr. Zwar überstand man souverän zwei Überzahlspiele der Thur-gauer, doch mehr lag nicht drin. Somit ging es mit 3:4 in die Drittelspause.

Die Pause bescherte Herisau nicht die erhoffte Ruhe im letzten Drittel. Thurgau zog nach 3 Minuten auf 3:5 und wenig später in Unterzahl (ein Thurgauer sass wegen Bodenspiels auf der Strafbank) sogar auf 3:6 davon. Jetzt war der Faden definitiv gerissen. Was in den übrigen Minuten folgte war reine Arbeitsverweigerung auf Gastgeberseite und ein Spielrausch der Gäste auf der anderen Seite.

Dass «nur» noch drei Tore zugunsten auf Appenzeller Seite fielen, hatten die Herisauer ihrem Torhüter Holenstein zu verdanken, der einige Male mirakulös abwehrte. Die Zuschauer im Sportzentrum sahen eine Darbietung ihrer Heimmannschaft die schon fast an Frechheit grenzte.

Weder Aufbäumen noch Widerstand verhinderten den Sturmlauf der Gäste. Das klare Verdikt von 3:9 nach 60 Minuten liess sogar nur teilweise vermuten, was in den letzten Minuten des Spiels abgelaufen war.

Eine Runde vor der Weihnachtspause liegt Herisau noch immer auf dem neuten Platz der Gruppe drei. Der «rettende» sechste Platz oder der «provisorisch rettende» siebte Platz liegen sieben respektive sechs Punkte entfernt. In sieben Spielen noch aufholbar würde man sagen. Doch bei dieser ausgeglichenen Gruppe wiegt jeder Punkt Abstand doppelt schwer.

Am nächsten Samstag bietet sich die Gelegenheit, auf das siebt platzierte Widnau (das im Hinspiel knapp besiegt wurde) drei Zähler aufzuholen.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 19.12.2007 - 08:53:00