«freelance» mit dem neuen Schuljahr gestartet
Mit «freelance» ist der Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein ein Novum gelungen:
erstmalig wurde ein Präventionsprojekt gemeinsam entwickelt, welches in den nächsten Jahren umgesetzt wird. Mit dabei sind die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Graubünden, Schaffhausen, St.Gallen und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein.
Die St.Galler Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann und der Ausserrhoder Regierungsrat Matthias Weishaupt freuen sich, mit dem Präventionsprogramm «freelance» ein neues Angebot für die Schulen einsetzen zu können, das gemeinsam mit anderen Ostschweizer Kantonen sowie dem Fürstentum Liechtenstein erarbeitet wurde. Das Suchtpräventionsprogramm mit den Schwerpunktthemen Tabak, Alkohol und Cannabis wird seit dem neuen Schuljahr bereits in mehr als 300 Ostschweizer Oberstufenklassen umgesetzt. Die Initianten zeigen sich denn auch sehr zufrieden mit dieser Beteiligung.
Minimaler Aufwand – bestmöglicher Effekt
Das Programm soll in den nächsten Jahren in möglichst vielen Oberstufenklassen eingesetzt werden. Stefan Christen, Leiter des Zentrums für Prävention, ist zuversichtlich, dass dies auch gelingen wird: «Bei der Ausarbeitung des Programms haben wir darauf geachtet, dass die Lehrpersonen mit minimalem Aufwand einen bestmöglichen Präventionseffekt erzielen können».
Mit «freelance» erhalten Lehrpersonen flexibel einsetzbare «Präventionshäppchen» und Unterrichtseinheiten. Das Unterrichtsmaterial basiert auf den neuesten Erkenntnissen, Zahlen und Fakten über das Risiko und Konsumverhalten von Jugendlichen. Mit der «freelance-Präventionsbox» und der «freelance-Website» werden Instrumente bereitgestellt, welche den Zeit und Themenbedürfnissen der Lehrperson Rechnung tragen.
Selbst erklärende Präventionsbox
Herzstück des Programms ist die eigens entwickelte Präventionsbox. «In der Präventionsbox stellen wir den Lehrpersonen kurze Übungseinheiten von fünf bis zehn Minuten zu den Themen Tabak, Alkohol und Cannabis zur Verfügung», erklärt Damian Caluori, Leiter der Beratungsstelle für Suchtfragen Appenzell Ausserrhoden. Die Themen Tabak, Alkohol und Cannabis können so auf attraktive Art und Weise in den Unterricht integriert werden. Mit Bewegungselementen, Quiz und Dialogformen kann die Präventionsbox ohne Vorbereitungsaufwand im Unterricht eingesetzt werden.
Wettbewerb
Ein weiteres «freelance»-Element ist der Plakatwettbewerb, bei dem Schülerinnen und Schüler Ideen entwickeln und in einen Plakatentwurf umsetzen können. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und erfahrungsgemäss werden die Schülerinnen und Schüler mit grosser Begeisterung an ihren Plakaten arbeiten. Die bestplatzierten Teams können ihre Ideen mit Fachleuten gestalterisch und technisch professionalisieren. Die Siegerplakate werden ab 2009 in einer ostschweizerischen Plakatkampagne der Öffentlichkeit vorgestellt.
Prävention die Spass macht
Der Versuch, Prävention auf eine andere Art zu vermitteln kommt gut an. Regula Dähler, Lehrerin am Oberstufenzentrum Gais, setzt die neuen Materialien in ihrem Unterricht ein. Sie beurteilt das Programm als jugendgerecht und gut durchdacht: «Dank diesem Programm fliesst Prävention in den wöchentlichen Unterricht ein und ist während dem ganzen Jahr präsent. Die Schülerinnen und Schüler werden auf spielerische Art zum Nachdenken und Mitmachen aktiviert».
Davon verspricht sich Regula Dähler einen besseren Präventionseffekt bei ihren Schülerinnen und Schülern. Auch die Verantwortlichen sind überzeugt, dass es mit «freelance» gelingt, die Zusammenhänge zwischen Sucht und Werbung im Schulunterricht zu thematisieren und mit der Teilnahme am Plakatwettbewerb aktiv zu bearbeiten. Es ist vorgesehen, das Programm in einem Zweijahresrhythmus mit zusätzlichen Themenpaketen zu ergänzen. Weitere Informationen unter: www.be-freelance.net



























