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Frédéric Jenniges bei André Rieu – jetzt im Sonneblick

Walzenhausen/AR. Frédéric Jenniges aus Belgien ist Konzertzitherspieler bei André Rieu, aber auch musikalischer Leiter des elften Konzertzitherseminars im Sonneblick.

Er spielte bisher ausser in Australien auf allen Kontinenten. Ob Japan, Brasilien, USA oder Europa, Frédéric Jenniges Konzertzitherspiel begeisterte rund um die Welt. Der Belgier ist aber nicht nur ein brillianter Spieler, er unterrichtet mit ebenso viel Herzblut; seit vier Jahren im Sonneblick in Walzenhausen beim von Elvira Marmet organisierten Konzertzitherseminar. Marmets Bruder, der heute achtzigjährig Konrad Stocker aus Davos, hatte es vor elf Jahren ins Leben gerufen, ihn kannte Frédéric Jenniges.

Breites Repertoire
Frédéric Jenniges und Helga Heinkel aus Lörrach unterrichten ein breites Repertoire, sodass für jeden der 19 Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer, aber auch für die Zuhörer beim Schlusskonzert, etwas dabei ist. Ob Klassik, anspruchsvolle Volksmusik oder alte Musik, die Beiden legt Wert auf die Öffnung des Musikhorizontes. Ziel von Frédéric Jenniges ist es, vorhandene Fähigkeiten zu festigen und zu verfeinern, aber auch Neues zu vermitteln. Ein grosses Problem sei das Zusammenspiel, weil Zitherspielerinnen und –spieler nicht nur Individualisten, sondern liebevoll nennt er sie „exotische Individualisten“ seien. Natürlich gäbe es Gruppen, die das Zitherspiel gemeinsam übten. Meist stehe dort aber die Gemütlichkeit ebenso wie das Spiel im Vordergrund. Hier in Walzenhausen gelte es ein Gleichgewicht zwischen dem Üben und der Geselligkeit zu finden, denn alle seien sozusagen Steinchen und jedes Steinchen habe in der Gruppe seine Rolle zu spielen.

Frühlingskonzert in der Kirche
Am Morgen und Nachmittag spielen die Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer in zwei Gruppen mit Frédéric Jenniges und Helga Heinkel. Nach dem Abendessen formieren sich dann verschiedene Formationen um die Lieder für den öffentlichen Auftritt am Freitag in der evangelischen Kirche in Walzenhausen zu vertiefen. Dort werden Frédéric Jenniges und Helga Heinkel nicht spielen, denn ihre Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer sollen dann zeigen, was sie während der Woche gelernt haben. Je ein Besucher und eine Besucherin des letztjährigen Konzertes nehmen in diesem Jahr auch am Seminar teil. Ein anderer Konzertzithermusiker legte seinen Verwandtenbesuch gar auf dieses Datum und reiste von Schweden an.

Zitherdoktor aus München
Während des Zitherseminars könnten die Spielerinnen und Spieler bei Zitherbaumeister Kurt Hartwig aus München ihre Musikinstrumente reparieren lassen. Kurt Hartwig ist gelernter Zupfinstrumentenbauer und führt in München in dritter Generation seit 31 Jahren ein Musikgeschäft für Saiteninstrumente und Flöten. Seit zehn Jahren gehört er mit zum Seminar in Walzenhausen. Seine Werkstätte hat er gleich im Sonneblick eingerichtet. Es kommen auch auswärtige Konzertzitherspieler mit ihren Instrumenten ins Appenzeller Vorderland, um sie vom ausgewiesenen Fachmann reparieren zu lassen.

Zitherkonzert in Walzenhausen
Am kommenden Freitag, 24. April, findet das Konzert um 15 Uhr in der evangelischen Kirche in Walzenhausen statt. Es wird kein Eintritt erhoben, jedoch eine Kollekte zur Gunsten der Stiftung Sonneblick gesammelt.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 21.04.2009 - 08:18:43