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Frauenpower brachte T14 zum Scheitern

Arbon. Die Thurgauerinnen haben 2005 die neue Schnellstrasse T14 zu Fall gebracht. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage.

Am Donnerstag veröffentlichte Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zeigen, dass nur 44 Prozent der Frauen gegenüber 54 Prozent der Männer zustimmten.

Die Ergebnisse sind Bestandteil einer von den Regionalplanungsgruppen Oberthurgau und Weinfelden in Auftrag gegeben Umfrage. Durchgeführt hat diese im Mai die Zuger mrc marketing research & consulting AG, die 501 Thurgauer Stimmberechtigte telefonisch befragte.

Die Regionalplanungsgruppen Oberthurgau und Weinfelden wollten wissen, welche Anliegen – vor allem in der Verkehrspolitik – der Bevölkerung wichtig sind. Am Donnerstag wurde dazu ein Teilbericht veröffentlicht, in dem es vor allem um die T14 und ihre Verwirklichungschancen sowie die Gründe für die Ablehnung 2005 geht.

Geteilte Chancen
Klar ist: Die Chancen der T14 sind weiterhin geteilt. 52 Prozent der Befragten erklärten zwar, sie würden bei einer erneuten Abstimmung Ja sagen. 2005 hatten 52.2 Prozent Nein gesagt.

Allerdings knüpfen die heute Zustimmungsbereiten Bedingungen an ihr Ja: Die Linienführung der Strasse müsste zuvor klar erkennbar sein und die Ortskerne entlasten.

Ausbau des öffentlichen Verkehrs wichtiger
Zudem müsste das Projekt an verschiedenen neuralgischen Punkten klar besser sein als 2005 und einen Beitrag an die Erhaltung der Landschaft leisten. Für eine klare Abstimmungsprognose war allerdings laut mrc die befragte Gruppe zu klein.

Die Befragten fanden aber den Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit 4.8 Punkten auf einer 10-Punkte-Scala wichtiger als mehr Strassen für den Individualverkehr (4.3). Als Problem steht der starke Ortsverkehr mit fehlenden Umfahrungen mit 5.0 hinter der ökologischen Belastung durch den Strassenverkehr mit 5.4 Punkten.

Die alten Fronten bestehen weiter
112 der Befragten outeten sich als Nein-Stimmende. Ihre Ablehnung begründeten sie vor allem mit der Beeinträchtigung von Landschaft und Umwelt. Zudem bezweifelten sie, dass es die neue T14-Schnellstrassse überhaupt brauche.

Von den 152 Befragten, die angaben Ja gestimmt zu haben, begründeten das 104 mit der Hoffung, die neue Strasse entlaste die Orte vom Durchgangsverkehr. Die Befragten scheinen übrigens abstimmungsfreudiger gewesen zu sein als der Thurgauer Durchschnitt.

An der Abstimmung 2005 hatten 57.7 Prozent der Stimmberechtigten teilgenommen. Von den Befragten gaben dagegen 64 Prozent an, abgestimmt zu haben.

ThurgauThurgau / 11.09.2008 - 13:32:00