Fonds unterstützt Dunant-Jahr
Heiden. Die Visionen von Henry Dunant sollen mithilfe des Oppliger-Fonds und kantonaler Unterstützung verbreitet und weiterentwickelt werden.
Johanna Oppliger hat im Jahr 2006 der Gemeinde Heiden ihr gesamtes Vermögen mit Auflagen vermacht. Daraus wurde nebst einer Einlage in den Altersheim-Fonds Quisisana ein Johanna-Oppliger-Fonds geöffnet.
Dieser hatte einen Anfangsbestand von rund 750’000 Franken. Das Reglement lässt keine wiederkehrenden Beiträge zu. Damit können wertvolle Starthilfen und Projektunterstützungen in Heiden gewährt werden. So erhält der Verein Dunant-Jahr 2010 für die Verwirklichung seiner ambitionierten Projekte eine namhafte Unterstützung.
Die Johanna-Oppliger-Fonds-Kommission entscheidet über Beiträge bis 10’000 Franken im Einzelfall, darüber hinaus liegt der Entscheid beim Gesamt-Gemeinderat. Die Oppliger-Fonds-Kommission setzt sich zusammen aus Gemeindepräsident Norbert Näf, Vize-Gemeindepräsident Johann-Jakob Solenthaler, Gemeinderat Markus Hilber und Gemeinderat Ueli Rohner.
Gemäss Reglement erhalten Personen Unterstützungen, welche sich in einer sozialen Notlage befinden, Institutionen, welche die Jugend aktiv fördern, Institutionen, welche sich zum Wohl der älteren Personen in der Gemeinde Heiden einsetzen, Institutionen, welche sich für sozial benachteiligte Personen mit Wohnsitz in der Gemeinde Heiden einsetzen, Institutionen, welche sich mit Kulturförderung in der Gemeinde Heiden beschäftigen und Anlässe oder Projekte der Gemeinde Heiden, welche das Ziel haben, das gesellschaftliche Wohl der Gemeinde zu fördern.
Dunant-Jahr 2010 wichtig für Heiden
Der Verein Dunant-Jahr 2010 plant verschiedene Aktivitäten vor allem im Dunant-Jahr 2010, aber auch in der Zeit davor und danach. Dabei sollen die Visionen und Gedanken Henry Dunants verbreitet und weiterentwickelt werden. So ist vorgesehen, geführte, vor Ort betreute Klassenreisen aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland durchzuführen. Unterstützt wird die Bildung und Vermittlung durch didaktisches Material (DVD, Workshop-Material, usw.) in einem «Friedenskoffer». Bei dieser Gelegenheit wird auch in einem separaten Projekt des Historisch-Antiquarischen Vereins das Museum auf dem Kirchplatz insbesondere im 2. Obergeschoss umgestaltet. Darin können dann auch Workshops und Ateliers zum Thema Humanität, Frieden und Zivilcourage stattfinden. Dabei erhalten auch Leben und Werk des Heidener Karikaturisten «Bö» (Carl Böckli) den ihm zustehenden Platz.
An einer internationalen Jugendfriedenskonferenz in Heiden sollen Teilnehmer aus der ganzen Welt nachhaltig über Frieden diskutieren und friedensfördernde Handlungsweisen erlernen. Als Kunst im öffentlichen Raum wird an einem Projekt Unterstützungen des Ausserrhoder Kunstschaffenden H.R. Fricker mit dem Namen «Tische für Friedensgespräche» gearbeitet.
Als ein wesentlicher Höhepunkt im Herbst folgt am 30. Oktober 2010 die Uraufführung eines szenischen Orchesterwerks. Das Werk mit dem Namen «Henry Dunant – ein dramatisches Menschenleben» wurde von Bundesrat Hansruedi Merz geschrieben und vom Bündner Gion Antoni Derungs komponiert. Die musikalische Leitung liegt bei Mario Schwarz, die schauspielerische Leitung bei der Heidener Regisseurin Christa Furrer.
Unterstützung auch vom Kanton
Das Dunant-Jahr 2010 ist ein strategisches Projekt im Regierungsprogramm 2007-2011 der Ausserrhoder Regierung. Es erfährt damit auch namhafte Unterstützung durch den Kanton. Der Gemeinderat hat nach einer umfassenden Vorstellung der Projekte entschieden, das Dunant-Jahr 2010 mit 200’000 Franken zu unterstützen. 50’000 Franken davon werden für die Einrichtung des Ateliers im Dorfmuseum aus der laufenden Rechnung bezahlt. 150’000 Franken für weitere Projekte werden dem Johanna-Oppliger-Fonds entnommen. Die Beiträge können im Rahmen der Projektfortschritte ausbezahlt werden.
Weitere Projekte unterstützt
Die Oppliger-Fonds-Kommission hat folgende weitere Beiträge gesprochen: 1’000 Franken an die St. Nikolaus-Gruppe Vorderland an neue Nikolaus-Gewänder;
3’000 Franken an das Projekt «bye-bye-stand-by» der «Plattform», welches in den Schulen des Appenzeller Vorderlandes Schülerinnen und Schülern den bewussten Umgang mit elektrischer Energie näher brachte;
500 Franken an den «Häädler Spatzenhöck», wo sich Eltern von Babies und Kleinkinder zweimal im Monat zum Austausch und gemeinsamem Basteln treffen;
300 Franken an das Projekt «Weben für Kinder», in welchem Kindern das Handweben nähergebracht wird;
3’000 Franken für die Jubiläumsaktivitäten aus Anlass des 15-jährigen Bestehens der Ludothek Heiden;
1’500 Franken an das Text-Bild-Taschenbuch-Projekt «Die rätselhafte Mitte – Heiden im Appenzellerland» der Arbeitsgruppe SonnenRing;
500 Franken an die «Robin Hood Abenteuer Woche» der Evangelischen Allianz Heiden im Waldpark vom 7. bis 12. Juli. An dieser Woche können Kinder aller Konfessionen teilnehmen.



























