Finanzierung von Wohneigentum bleibt attraktiv
Amriswil. Trotz leichtem Zinsanstieg liegen die Hypothekarzinsen weiterhin auf günstigem Niveau. Deshalb ist die Finanzierung von Wohneigentum nach wie vor sehr attraktiv. Doch welches Hypothekarmodell ist das Richtige?
Die Finanzierung eines Eigenheims und damit auch die Wahl eines Hypothekarmodells hängt nicht nur von externen Faktoren wie der aktuellen Zinslage und den Zinsprognosen ab. Auch persönliche Aspekte wie Sicherheit, Risikobereitschaft und -fähigkeit müssen bei der Wahl einer Hypothekarform berücksichtigt werden. Grundsätzlich unterscheiden sich die verschiedenen Hypothekarprodukte durch die Zinsanpassungen, Zinsabsicherungen und Laufzeit. Beim Abschluss der Hypothek kommt es vor allem darauf an, ein Produkt zu wählen, das auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmt ist.
Ausgaben im Griff
Eine Hypothek mit festem Zinssatz und Laufzeit eignet sich beispielsweise für Eigenheimbesitzer, die Schwankungen bei der Zinsbelastung vermeiden möchten. Die Höhe der Zinszahlungen lässt sich für die gesamte Laufzeit der Hypothek exakt kalkulieren. So hat der Eigenheimbesitzer seine Ausgaben im Griff und bleibt vor Zinsanstiegen verschont. Allerdings profitiert er im Gegenzug auch nicht von Zinssenkungen. Ausserordentliche Rückzahlungen während der festen Laufzeit sind nicht möglich. Fazit: Festhypotheken sind vor allem in einer Phase tiefer Zinsen vorteilhaft, weil sich dann ein niedriger Zinssatz auf Jahre absichern lässt. Im Rahmen der Festhypotheken gibt es zudem attraktive Angebote für spezielle Zielgruppen. So sparen bei der Thurgauer Kantonalbank beispielsweise Familien mit Kindern unter 18 Jahren bis zu 5000 Franken, wenn sie sich für die Familienhypothek entscheiden. Spezielle Konditionen offeriert die Bank ausserdem für Renovationen oder für Bauten, die im Minergiestandard erstellt werden.
Höheres Risiko
Der Zinssatz der variablen Hypotheken steigt und fällt hingegen mit dem allgemeinen Zinsniveau. Er eignet sich für Eigenheimbesitzer mit einer höheren Risikobereitschaft und solche, die keine langfristige Finanzierung suchen, weil sie beispielsweise ihre Liegenschaft demnächst verkaufen möchten. Der derzeitige Zinssatz von variablen Hypotheken ist tief, kann sich aber rasch ändern. Daher ist bei diesem Finanzierungsmodell etwas Vorsicht geboten. Ein Zinsanstieg belastet das Haushaltsbudget. Ein Wechsel in eine Festhypothek ist jederzeit ohne Wartefrist möglich.
Rollover-Hypothek «Flexi»
Eine Mischform zwischen fester und variabler Hypothek ist die so genannte Geldmarkt- oder Libor-Hypothek. Sie hat eine feste Laufzeit von drei Jahren und Zinssatzanpassungen erfolgen je nach Wunsch des Kunden alle sechs oder zwölf Monate. Der Zinssatz richtet sich nach dem Geldmarktsatz (LIBOR). Die Zinsgestaltung ist bei diesem Modell völlig transparent und marktgerecht. Die Libor-Hypothek kann aber grösseren Schwankungen unterliegen. Um das Zinsrisiko einzuschränken besteht bei der TKB die Möglichkeit, mit der Rollover-Hypothek «Flexi» während der Laufzeit in eine konventionelle Fest-Hypothek mit Restlaufzeit des Vertrages oder länger zu wechseln.
Massgeschneiderte Lösung
Beim Abschluss von Hypotheken kommt es nicht alleine auf das Vergleichen von verschiedenen Zins-Angeboten an. Mehr Einsparpotenzial bringt die Wahl der richtigen Strategie. Eine individuelle Beratung durch einen Finanzierungsprofi der Thurgauer Kantonalbank hilft, eine optimale und vor allem massgeschneiderte Lösung zu finden.



























