Finanzielle Unterstützung für Konstanz?
Frauenfeld/Konstanz. Falls Konstanz ein neues Konzert- und Kongresshaus bekommt, könnte es durchaus sein, dass der Kanton dieses finanziell unterstützt.
Der Thurgauer Erziehungsdirektor Jakob Stark lässt vom kantonalen Kulturamt prüfen, ob der Bau eines Konzert- und Kongresshauses in Konstanz (D) dem Thurgau nützt. Sollte dem so sein, könnte das eine finanzielle Unterstützung bedeuten.
Stark bestätigte auf Anfrage, mit dem Konstanzer Oberbürgermeister (OB) Horst Frank über das geplante Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig in Konstanz gesprochen zu haben. Frank hatte gegenüber dem Konstanzer «Südkurier» erwähnt, der Thurgau habe eine Beteiligung in Aussicht gestellt.
Mindestens ideelle Unterstützung
Da das Konzert- und Kongresshaus direkt an der Grenze erstellt werden solle, habe er Frank zumindest ideelle Unterstützung zugesagt, erklärte Stark. Zudem habe er den Leiter des Kulturamts beauftragt, zu prüfen, ob eine solche Einrichtung auch dem Thurgau nützen könne.
So sei vom «ThinkTankThurgau» gefordert worden, kulturelle Veranstaltungen öfter im urbanen Raum durchzuführen. Wenn das Konstanzer Konzert- und Kongresshaus dafür genutzt werden könne, könnte man auch prüfen, ob sich der Thurgau finanziell beteiligen solle.
Das geschehe aber sicher nur koordiniert mit der Stadt Kreuzlingen als Konstanzer Nachbarort. Das von OB Frank geförderte Kongresszentrum soll direkt ans Seeufer und an die Schweizer Grenze im Stadtteil Klein Venedig gebaut werden.
In Konstanz selbst umstritten
Der Bau ist in Konstanz selbst sehr umstritten. In einer Volksabstimmung im Rahmen eines Bürgerbegehrens hatte sich eine deutliche Mehrheit gegen den Bau ausgesprochen.
Allerdings hatte diese ablehnende Mehrheit nicht die in Baden-Württemberg damals noch notwendige Zahl von 30 Prozent aller Stimmberechtigten erreicht. Deshalb kann die Stadtspitze weiterplanen.
Finanzen, Verkehr, Umwelt
In Konstanz kommen die Gegner des Vorhabens aus verschiedenen Lagern. Die einen befürchten, der Unterhalt eines solchen Konzert- und Kongresshauses übersteige die Finanzkraft der Stadt. Sie weisen auch darauf hin, dass die Verkehrslage von Konstanz grosse Kongresse nicht begünstige.
Andere wiederum kritisieren die geplante Lage direkt am See, auf einem der letzten unverbauten Ufergrundstücke von Konstanz. Auch in Kreuzlingen geniesst das Vorhaben nicht nur Unterstützung. Vor allem Anwohner befürchten eine starke Zunahme der Verkehrsbelastung.



























