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Feuerwehr vernichtet keine Wespen-, Hornissen- und Bienennester mehr

Teufen/Bühler/Gais. Die Feuerwehrkommission hat beschlossen, in Zukunft auf die Insektenwehr-Einsätze zu verzichten. Die Bekämpfung von Wespennestern ist in Zukunft somit Privatsache.

Das Bundesamt für Gesundheit schreibt neu zwingend vor, dass Feuerwehrleute, die Wespen bekämpfen wollen, eine zweitägige Ausbildung absolvieren müssen. Der Kurs wird mit einem Fachausweis abgeschlossen. Ohne diesen Ausweis dürfen im Auftrag keine Wespen mehr bekämpft werden. Die Feuerwehrkommission erachtet einen solchen Kurs als zu grossen Aufwand.

Kein gesetzlicher Auftrag Jedes Jahr wird die Feuerwehr zu unzähligen Insektenwehr-Einsätzen gerufen. In den meisten Fällen stellt sich nach einem Augenschein heraus, dass das «Problem» durch die Bewohner selbst und kostengünstiger hätte gelöst werden können, heisst es in einer Mitteilung der Feuerwehrkommission. Bei einem Bienenschwarm biete die Feuerwehr einen Imker auf, bei Wespen- oder Hornissennestern bleibe meist nur die Vernichtung, weil die Hausbesitzer oder –bewohner es so verlangen. Da die Feuerwehr jedoch in erster Linie für die Aufgabe «retten und schützen» zuständig ist und die Insektenabwehr nicht zu den gesetzlichen Aufträgen gehört, ändert sie die Praxis. Die Beseitigung von Wespen-, Hornussen- und Bienennestern ist nun Privatsache.

[t] Knowhow der Fachfirmen Die Bekämpfung von solchen Nestern ist nicht harmlos und kann mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Die Feuerwehrkommission empfiehlt deshalb eine der zahlreichen Fachfirmen beizuziehen. Diese verfügen über das notwendige Wissen. Sollte sich trotzdem jemand dazu entschliessen ein Wespennest selber zu entfernen, gilt es einige Punkte zu beachten. Wespennester können mit einem Wespenspray (keinen Insektenspray verwenden) selber beseitigt werden. Der Wespenspray sollte am frühen Morgen oder späten Abend nach dem Eindunkeln, wenn es kühl ist, eingesetzt werden. Dann sind die meisten Wespen im Nest. Den ganzen Spray gebrauchen und am nächsten Tag das Nest in einem Plastiksack oder Staubsauger aufsaugen und dann entsorgen.

[t] Wespen sind keine Schädlinge Wespen benötigen zur Aufzucht ihrer Brut Futter in Form von erbeuteten Insekten. Im Naturhaushalt nehmen sie daher eine wichtige Stellung ein. Zu ihrer Beute gehören Spinnen, andere Hautflügler, verschiedene Fliegenarten, Heuschrecken, Raupen und Blattwespenlarven. Für uns nützlich sind sie insbesondere durch das Vertilgen von Forst-und Baumschädlingen und von gewissen lästigen Fliegenarten. Grosse Völker erbeuten pro Tag bis zu 500 Gramm Insekten! Wespen, die ausserhalb des Nestbereiches nach Nahrung oder Baumaterial suchen, sind nicht angriffslustig. Dies gilt auch für Wespen, die sich bei Dunkelheit in hell erleuchtete Zimmer verirren. Wird das Licht gelöscht und das Fenster geöffnet, fliegen sie innerhalb kurzer Zeit ins Freie. Generell gilt: Wespen stechen nur, wenn man sie drückt, festhält oder sich an ihrem Nest zu schaffen macht. Deshalb sollte die Umgebung eines Nestes gemieden und beim Anflug von Wespen Ruhe bewahrt werden.


[t]Fachfirmen:
Arco Reinigung, St.Gallen
Rentokill Schweiz AG, St. Gallen
Kreienbüh Reinigung St.Gallen
Insekta GmbH, Effretikon

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 09.09.2008 - 14:47:00