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Feuerwehr und Bahn probten den Ernstfall

Herisau. Die Feuerwehrleute und die Feuerwehrsamariter übten den Ernstfall, um die Gefahren noch schneller lokalisieren zu können.

Ein Bahnwagen brennt, Passagiere sind verletzt und können nicht aussteigen – dieses Szenario trafen die 26 Feuerwehrleute, 9 Feuerwehrsamariter der Feuerwehr Wittenbach sowie der Lösch- und Rettungszug der SBB am vergangenen Montag anlässlich einer Einsatzübung im Bahnhof Wittenbach an.

Übungsleiter Jürg Zürcher machte gleich zu Beginn auf ein grosses Hindernis bei Einsätzen in Zusammenhang mit der Eisenbahn aufmerksam: «Wir können erst mit dem Retten und Löschen beginnen, wenn wir von der Betriebsleitzentrale der Bahn die Meldung erhalten, dass der Fahrstrom ausgeschaltet und geerdet ist – sonst drohen 15’000 Volt Starkstrom.»

Bis dahin installierten die Einsatzkräfte Fahrzeuge, Schläuche und die Verwundeten-Aufnahmestelle. Nachdem die ersehnte Meldung, dass der Strom abgeschaltet und die Fahrleitung geerdet sei eingetroffen war, ging alles sehr schnell: Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken drangen in den Bahnwagen ein und brachten die Verletzten in Sicherheit. Dann begann man zu löschen, dabei kam auch der Lösch- und Rettungszug zum Einsatz. In der Zwischenzeit wurden die Verletzten von Feuerwehr-Samaritern erstversorgt und für den Abtransport mit Ambulanz und Helikopter vorbereitet.

Knapp 15 Minuten nach der Freigabe durch die Betriebsleitzentrale der SOB in Herisau waren alle Passagiere geborgen und auf dem Weg ins Spital.

Oblt Jürg Zürcher von der Feuerwehr Wittenbach bezeichnete die Übung als Erfolg und auch als wichtigen Ausbildungsteil: «Der Verkehr nimmt ständig zu und wir müssen auch diesen Einsatz üben. Die Rettung bei Bahn und Bus nimmt in unserem diesjährigen Ausbildungsprogramm einen Schwerpunkt ein.» Max Strini, Leiter Betrieb und Planung bei der Schweizerischen Südostbahn (SOB) erklärt, wie die Organisation funktioniert: «Die SOB arbeitet im Ereignisfall sehr eng mit den Feuerwehren entlang ihrer Strecke sowie den beiden Lösch- und Rettungszügen zusammen. Reibungslose Abläufe sind entscheidend und sie werden immer wieder geübt.» So auch vergangene Woche in Roggwil-Berg, wo Bahn und Feuerwehr ebenfalls gemeinsam übten und Erfahrungen austauschten.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 15.04.2008 - 17:21:00