
Feuerwehr: fast 100 Hilfeleistungen
Herisau. Die Angehörigen der Feuerwehr hielten am Freitagabend im «Casino» Rückschau auf ein eher ruhiges Jahr - obwohl 98 Hilfeleistungen notwendig waren.
Präsident Beat Metzger konnte zur 58. Hauptversammlung des Feuerwehrvereins Herisau über 80 Feuerwehrangehörige, einige Ehrenmitglieder und Gäste, darunter Annelise Dick, Präsidentin des Einwohnerrates, Gemeinderat Hans Stricker sowie Ernst Bischofberger von der Assekuranz, willkommen heissen. Kommandant Roger Schläpfer bezeichnete das Jahr 2008 als eher ruhig, da keine nennenswerten Hilfeleistungen anstanden und trotzdem musste die Feuerwehr zu über 90 Ernstfällen ausrücken.
Weniger Brände – viele kleine Einsätze
Die von Kommandant Roger Schläpfer gesetzten Schwerpunkte – Nachbarhilfe und lückenloser, unfallfreier Übungsbesuch – gingen vollends in Erfüllung. Das Kader besuchte ordnungsgemäss die die Aus- und Weiterbildungskurs und instruierte die Mannschaft nach den neuesten feuerwehrtechnischen Anordnungen. Insgesamt rückte die Feuerwehr Herisau zu total 98 Hilfeleistungen aus, wobei Kommandant Schläpfer den Brand im Werkraum der Realschule, viele Alarme für Brandmeldeanlagen und Unterstützungen für Rettungsdienst (Traghilfen, ADL) besonders erwähnte. Das Alarmsystem hat sich bewährt und dem «Tag des Feuers mit der Jugend» war ein voller Erfolg beschieden.
Verhältnismässig ruhiges Jahr
Obwohl Herisau von grösseren Schadenfällen verschont blieb, musste die Feuerwehr Herisau zu 98 Hilfeleistungen (924 Mann) ausrücken. Dazu gehörten: 9 Brandfälle, 33 Brandmeldeanlagen, 19 Chemie- und Ölwehr, 9 Wasserschäden, 1 Sturmschaden, 4 Personenrettungen, 6 Tierrettungen 11 technische Hilfsleistungen und 2 Fehlalarme sowie 4 Stützpunkthilfen. Die Zusammenarbeit mit Nachbarfeuerwehren – Hundwil, Degersheim und Schwellbrunn – wie auch die Integration der Betriebsfeuerwehr Huber+Suhner haben sich bewährt. Zu den Schwerpunkten im Jahr 2009 gehören: Unfallfreie Übungen und die Zusammenarbeit mit Nachbarfeuerwehren, Organisation festigen, Rettungsdienst und Chemiewehr, Brandbekämpfung, Strassenrettungen und die Umrüstung des Universal-Löschfahrzeuges (ULF).
Geschäftliche Traktanden
Präsident Beat Metzger hielt Rückschau auf das abgelaufene Jahr 2008, konnte feststelle, dass nicht nur Arbeit zum Wohle der Bevölkerung geleistet wird, sondern dass die einzelnen Züge auch sportlich und gesellschaftlich Aktivitäten durchführen, um Kontakt und Kameradschaft untereinander zu pflegen und fördern. Gegenüber dem Jahre 1888 als der Bestand noch 1500 Mann betrug, setzt sich die Feuerwehr Herisau aus insgesamt 85 Feuerwehrangehörigen, davon zwei Frauen, zusammen. Das Depot, das 1888 erbaut wurde, blickt auf 120-jährige Tradition zurück. Er bezeichnete das Jahr 2008 als ereignisreich mit zahlreichen Superlativen wie Euro 08 und Olympiade in Peking, das Trachtenfest, das Turnfest und der Empfang von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz. Durch Aus- und Eintritte weist die Feuerwehr Herisau einen Bestand von 85 Feuerwehr-Angehörigen auf. Mit dem Leitspruch «Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr» schloss Präsident Metzger seinen aufschlussreichen Rückblick. Für die Unterhaltung mit einer reichhaltigen Tombola im Anschluss an den geschäftlichen Teil war der Löschzug drei besorgt.
Finanzen und Wahlen
Bei den Finanzen resultierte ein Vorschlag von rund 950 Franken. Der Jahresbeitrag beträgt wie bisher 20 Franken und der Zuwendung an die Alte Garde (200 Franken und zwei Franken für jedes Mitglied) wurde diskussionslos zugestimmt. Da Beat Metzger die Funktion als Stabsoffizier einnimmt und Thomas Ochsner als Ausbildungschef amtet, wurde Michael Müller als Vertreter des Lz 3 in den Vorstand gewählt, während die übrigen Mitglieder mit Beat Metzger als Präsident ohne Gegenstimme wieder gewählt wurden. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Beat Metzger, Präsident; Samuel Knöpfel, Kassier; Roger Schläpfer, Kommandant; Werner Schläpfer, Thomas Ochsner, Peter Bruderer und Michael Müller.
Ehrungen, Auszeichnungen, Beförderungen
Neun Feuerwehrkameraden traten zurück, denen fünf Eintritte gegenüber stehen. Mit der Plakette ausgezeichnet werden konnten: Louis Müller, 15 Jahre; Jürg Schläpfer, 20 Jahre und Felix Mosberger (15 Jahre). Kommandant Schläpfer gab nachfolgende Beförderungen bekannt: Beat Metzger zum Stabsoffizier; Johann Gwerder zum Wm (Lz 1); Michael Müller zum Oblt; Regula Wyss-Fuchs, Lt; Christian Nussbaumer und Lorenzo Schena, beide Kpl (Lz 3).
Dankesworte
Gemeinderat Hans Stricker überbrachte die besten Grüsse des Gemeinderates und dankte Kader und Mannschaft für den geleisteten Einsatz sowie der Assekuranz für die finanziellen Mittel, Polizei und Sanität für ihre gute Zusammenarbeit. Mit einem kurzen Hinweis auf den Neubau Werkhof/Feuerwehrdepot, wobei er hofft, dass der Neubau noch vor der Umfahrung eingeweiht werden kann. Mit dem Befehl des Präsidenten: «Feldweibel Sold» war der geschäftliche Teil erledigt.
Neubau Werkhof/Feuerwehrdepot – ein Dauerbrenner
Die prekäre Situation im Werkhof und bei der Feuerwehr sind bekannt. Der Neubau Feuerwehrdepot ist ein Dauerbrenner und seit über 30 Jahren ein aktuelles Thema. Schon zu Zeiten der Kommandanten Emil Alder, Hans Frei, Hans Stricker, Hanspeter Alder und dem jetzigen Kommandanten Roger Schläpfer wurde dem Anliegen grösstes Interesse entgegengebracht. Die gegenwärtigen Verhältnisse rund um das Feuerwehrhaus (Arbeitsbedingungen und Unterhalt der Fahrzeuge, teils Huber+Suhner-Areal und ehemalige Brühlbach-Garage) genügen seit Jahren nicht mehr den Anforderungen. Verhandlungen über Jahre wurden über die Standorte «Hügeliland» bei der Kaserne in Zusammenarbeit mit Militär, Cilander, Chammernholz, Altes Zeughaus und Zeughaus Ebnet, die alle im Sand verliefen. Neueste Version: Nordhalde mit Kosten von 19 Millionen Franken, die aber noch vom Einwohnerrat und den Stimmbürger bewilligt werden müssen.