Feuerbrand: Nun spricht das Gericht
Weil sie ihre vom Feuerbrand befallenen Bäume nicht roden wollen, gehen drei Bauern aus Mörschwil vor Gericht. In Ausserrhoden herrscht demgegenüber Friede.
Einer der drei Bauern aus dem st.gallische Mörschwil bestätigte gegenüber der SDA einen entsprechenden Bericht im «St.Galler Tagblatt» vom Samstag. Die Landwirte sind der Ansicht, dass sich ihre Hochstamm-Apfelbäume nach einem sauberen Rückschnitt von selbst erholen. Erfahrungen aus den USA und Deutschland zeigten dies und Experten bestätigten es.
Anfang Oktober hatten rund 15 Mörschwiler Bauern Feuerbrand-Kontrolleure des Kantons von ihren Höfen gejagt. Kurz darauf fand eine Aussprache zwischen den Bauern und dem St. Galler Volkswirtschaftsdirektor Josef Keller (CVP) statt. Das Gros der streitbaren Landwirte liess danach wieder Feuerbrand-Kontrollen zu. Drei Landwirte rekurrierten beim Volkswirtschaftsdepartement gegen die Rodungsverfügung des Landwirtschaftsamts. Ihr Rekurs wurde abgewiesen. Gegen diese Entscheid rekurrieren die Bauern nun beim Bundesverwaltungsgericht. Sie wollen den Kanton dazu bewegen, seine Strategie bei der Bekämpfung des Feuerbrands zu überdenken.
Während im Kanton St.Gallen also verhärtete Fronten rund um den Feuerbrand herrschen, gilt Ausserrhoden schweizweit als Musterknabe in dieser Frage, und das seit Jahren. Mit finanzieller Unterstützung des Fonds Landschaft Schweiz hat Ausserrhoden ein Förderprogramm eingerichtet, damit dem Feuerbrand zum Opfer gefallene Hochstamm-Obstbäume möglichst rasch wieder ersetzt werden. Wie von verschiedenen Seiten immer wieder betont wird, sind die mehrjährigen Erfahrungen aus dem Programm sehr positiv. Immer wieder wird angeregt, dass andere Kantone dieses Vorgehen übernehmen.



























