Feuerbrand bei Zwergmispeln in Frauenfeld
Frauenfeld/TG. Der Feuerbrand hat dieses Jahr in Frauenfeld an 19 Orten Pflanzen befallen.
2008 waren es noch 10 Orte, wie die Stadt Frauenfeld am Mittwoch mitteilte. Fast die Hälfte der Fälle betraf 2009 die Teppich-Zwergmispel.
Auf einer Gesamtfläche von 500 Quadratmetern seien an 9 Orten die zur Familie der Rosengewächse gehörenden Zwergmispeln befallen worden, heisst es in der Mitteilung. Noch seien dies kleinere Flächen, die Erfahrungen zeigten jedoch, dass sich der Feuerbrand bei den hoch anfälligen Zwergmispeln weiter ausbreiten
könnte.
Die Verdoppelung der Erkrankungen in Frauenfeld sei nicht erklärbar, sagte Markus Peter von der Feuerbrandkontaktstelle Frauenfeld gemäss Communiqué. In den anderen Gemeinden des Kantons Thurgau sei die Tendenz umgekehrt: «2009 wurden wesentlich weniger infizierte Pflanzen gefunden», heisst es in der
Mitteilung.
Gemäss Urs Müller vom Pflanzenschutzdienst des BBZ Arenenberg könnte die langsamere Symptomreaktion bei den Zwergmispeln für den hohen Befall in diesem Jahr verantwortlich sein. Auch der Hagel habe bei der Verzögerung eine Rolle gespielt.
Für die Erklärung spreche auch, dass noch 2008 in Frauenfeld vor allem Quittenbäume erkrankt waren. Die bereits befallenen Zwergmispeln hatten damals noch keine Symptome gezeigt.
«Es ist davon auszugehen, dass sich Feuerbrand auch in Frauenfeld künftig stärker bemerkbar macht», hielt die Stadt in der Mitteilung fest. Besonders anfällig seien Quittenbäume, Cotoneaster (Zwergmispeln) und Weissdorn.



























