Feuerbrand: Auch im Winter ein Thema

AR. Die Zentralstelle für Pflanzenschutz empfiehlt, die Kernobstbäume auch in dieser Jahreszeit nochmals auf Feuerbrandsymptome zu kontrollieren.

Wenn mit dem Winterbeginn die Blätter von den Obstbäumen gefallen sind, kommt da und dort noch Feuerbrand zum Vorschein. Man erkennt diesen, wie das Bild zeigt, an den Ästen, an denen die Blätter nicht abfallen und schwarz sind. Zum Verwechseln ähnlich sehen praktisch nur abgebrochene Äste aus.

Es lohnt sich, die Befallsstellen zu entfernen (doppelte Befallslänge), denn im Frühjahr können sich bei günstigen Temperaturen die überlebenden Feuerbrandbakterien, die in diesen Überwinterungsstellen nicht vertrocknet oder erfroren sind, sehr schnell vermehren. Trifft dies bereits vor oder während der Blüte der Kernobstbäume zu, verteilen die Insekten, vor allem die Bienen, den von den Asttrieben tropfenden Bakterienschleim von Blüte zu Blüte. Diese sind die Haupteintrittspforten für das Feuerbrandbakterium in den Saftstrom der Bäume. Feuerbrand wird am häufigsten durch Blüteninfektionen verbreitet.

Die Auswertung von Versuchen auf Hochstammkernobstbäumen vom letzten Jahr zeigt die Tendenz auf, dass der Anteil der Bäume mit erneutem Befall im Folgejahr kleiner ist, wenn ein fachgerechter Rückschnitt durchgeführt wurde.

Informationen zum Feuerbrand in der Schweiz: www.feuerbrand.ch

Appenzell Ausserrhoden / 21.11.2008 - 12:05:00
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