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Ferienkinder sind Gäste der Zukunft

Wolfhalden. Wer als Kind eine Ferienregion von der schönsten Seite erlebt hat, kehrt im Erwachsenenalter zurück. Damit wird der Tourismus im Appenzellerland stark gefördert.

Die vor Jahrzehnten im Appenzellerland eröffneten Heime der Städte Zürich, Winterthur, Wädenswil und andere, fördern den Tourismus im Appenzellerland und dank des Heims «Schönenbühl» auch in Wolfhalden.

100-jährige Tradition
Von den verschiedenen Zürcher Heimen im Appenzellerland, kann das hart an der Grenze zu Oberegg und Walzenhausen gelegene Heim «Schönenbühl» in Wolfhalden auf eine über 100-jährige Tradition Rückschau halten. Im Jahre 1892 kaufte August Lenggenhager das Heilbad im Schönenbühl. Auf der angrenzenden Bauparzelle errichtete er das Gasthaus «Ochsen», um Bade- und Kurgästen komfortable Zimmer anbieten zu können. Der erhoffte Erfolg blieb aber aus, und 1901 erwarb der 1889 gegründete Kolonieverein Töss, Winterthur, das Gebäude.

Ein Jahr später wurde der Koloniebetrieb aufgenommen. «Am 14. Juli 1902 erreichte – vom Bahnhof Rheineck herkommend – erstmals eine grosse Gruppe von 50 Kindern und zehn Erwachsenen zu Fuss das Dorf Wolfhalden. Hier entboten der Vorstand des Verkehrsvereins und die Bevölkerung zum Krachen von Böllerschüssen ein freudiges Willkomm», schreibt Ernst Züst im Buch «Geschichte der Gemeinde Wolfhalden» zur Aufnahme des Koloniebetriebs.

Viel Arbeit für ein «Butterbrot»
Auch heute dient das Haus «Schönenbühl» in Wolfhalden als Ferienort für Kinder aus Winterthur-Töss. Zusätzlich aber wird das Gebäude an Schulklassen, Lehrlinge, Vereine und Gruppen aus der ganzen Schweiz vermietet, um eine gute Auslastung zu erreichen. Das nur im Sommerhalbjahr geöffnete Haus, verzeichnete im Jahr 2006 2630 Logiernächte. Jedes Frühjahr leisten Mitglieder und Freunde des Kolonievereins einen riesigen Einsatz, um Reinigungs- und Sanierungsarbeiten auszuführen.

Rolf Gerteis, Präsident des Ferienkolonievereins, würdigt diesen Einsatz im Jahresbericht wie folgt: «Dass es immer wieder Leute gibt, die für ein ‹Butterbrot› so viel leisten, verwundert mich immer wieder. Für die Freiwilligenarbeit danke ich ganz herzlich.» In seinen Dank schliesst Gerteis ausdrücklich auch das in Wolfhalden wohnhafte Hauswart-Ehepaar Beatrice und Willi Höhener ein.

Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 13.05.2007 - 21:45:00