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FDP kam grundlos ins Schwitzen

Frauenfeld. Zwei Sitze hat die FDP am letzten Sonntag verloren, bis zu sieben Verluste wurden ihr prognostiziert. Nun entschuldigt sich die Staatskanzlei für Fehler in der Hochrechnung.

«Aufgrund zweier Fehler in der Hochrechnung zu den Grossratswahlen vom vergangenen Sonntag wurde der FDP ein wesentlich grösserer Sitzverlust vorausgesagt als letztlich eingetreten ist»: Das meldet die Thurgauer Staatskanzlei. Man bedauere diesen Fehler, weise aber darauf hin, dass die Prognosen bei allen anderen Parteien im Streubereich einer Hochrechnung lagen und in der Tendenz richtig waren.

Tatsächlich war der vergangene Wahlsonntag für die freisinnigen Vertreter ein Wechselbad der Gefühle. In den drei Hochrechnungen, die zwischen 13 und 15 Uhr im Wahlzentrum in der Kantonsschule Frauenfeld und im Internet publiziert worden sind, wurden der FDP Sitzverluste zwischen minus vier und minus sieben Sitze vorausgesagt. Die Staatskanzlei dazu: «Dieser Umstand führte verständlicherweise zu einer grossen Unruhe vor allem unter den Vertreterinnen und Vertretern der FDP.» Eine in der Zwischenzeit erfolgte Rücksprache mit dem Hochrechner habe ergeben, dass sich zwei Fehler in die Hochrechnung eingeschlichen hatten, die sich in erster Linie auf das Ergebnis der FDP auswirkten. Ohne diese Fehler wäre auch das Resultat der FDP fast auf den Sitz genau prognostiziert worden, heisst es weiter.

Die Staatskanzlei bedauert diese Fehler, macht aber in ihrer Mitteilung gleichzeitig darauf aufmerksam, dass eine Hochrechnung eine sehr komplexe Berechnung ist. Das am vergangenen Sonntag angewendete Grundsystem werde bereits seit den National- und Ständeratswahlen im Jahr 2003 eingesetzt. «Bis anhin wurden damit durchaus positive Erfahrungen gemacht», schreibt die Staatskanzlei. Zentrale Teile des Programms müssten wegen der wechselnden Listenverbindungen und der neuen Parteien jedoch jedes Mal umprogrammiert werden. Bei diesen Arbeiten unterliefen nun offenbar zwei Fehler.

Die Staatskanzlei beabsichtigt laut eigenen Angaben, das Mittel der Hochrechnung auch bei künftigen Proporzwahlen einzusetzen, um der interessierten Bevölkerung im Wahlzentrum als auch zuhause am Internet sowie den Medienschaffenden möglichst bald nach der Schliessung der Wahllokale erste Trends vermitteln zu können.

ThurgauThurgau / 09.04.2008 - 08:17:00