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FDP hält an Anspruch fest

Herisau. Den Platz von Daniela Merz im Gemeinderat wird die FDP Herisau nicht kampflos abgeben. Das sagt Parteipräsident Hanspeter Blaser.

Nachdem Gemeinderätin Daniela Merz für viele überraschend mitgeteilt hat, bei den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr 2007 nicht mehr antreten zu wollen, sind die Parteistrategen gefragt. Dies vor allem, weil vor dieser Nachricht die Rede von einer gemeinsamen Gemeinderats-Liste der Parteien die Rede gewesen war. Die SVP hat inzwischen bereits mitgeteilt, es sei keine Frage, ob sie antrete, um der FDP den Sitz von Merz abzujagen – die Frage ist vielmehr nur noch, mit wem.

Wie im Fall Inauen
Die FDP wird das allerdings nicht einfach so geschehen lassen. Für die Partei sei es unbestritten, dass der Sitz von Daniela Merz wieder durch die FDP besetzt werden soll, sagt Parteipräsident Hanspeter Blaser gegenüber appenzell24.ch. Blaser weiter: «Insofern ist die Ausgangslage die gleiche wie beim Rücktritt von Gemeinderätin Marcelle Inauen und der Nachfolge durch Annette Joos in diesem Jahr.» Dass sich durch den Rücktritt von Daniela Merz die seinerzeitige Ausgangslage für eine geplante gemeinsame Namensliste verändert hat, liege auf der Hand.

Dass die FDP ihren Anspruch nicht widerspruchslos verteidigen kann, ist dem FDP-Mann klar. Blaser kann sich gut vorstellen, «dass die SVP wieder antreten wird und erneut versuchen wird, den aus ihrer Sicht berechtigten Anspruch für einen zweiten Sitz zu erreichen.»

Viel Arbeit für Wahlkommission
Im Wahljahr 2007 sind die Wahlkommissionen der Parteien ohnehin gefordert. Hanspeter Blaser weist darauf hin, dass es neben der Suche nach Kandidaturen für Kantonsrat und Einwohnerrat nun eben noch um diejenigen für einen Gemeinderatssitz gehe. Als Kriterien für eine Kandidatin und Kandidat sieht der FDP-Präsident neben Erfahrung im Umgang mit Projektabläufen vor allem auch den Faktor Zeit. «Anders als bei einem Amt im Einwohnerrat hat ein Gemeinderat ganz konkret auch gewisse Arbeitszeiten tagsüber zur Verfügung zu stellen, muss schnell verfügbar und flexibel sein, um auch operativ tätig zu sein.» Zudem werde es für die kandidierende Person darum gehen, ganzheitlich zu Denken und die Zusammenhänge der einzelnen Geschäfte beurteilen zu können.


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Appenzell AusserrhodenAppenzell Ausserrhoden / 13.12.2006 - 12:30:00