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FCK mit viel Moral ausgeschieden

Fussball. Im 1/32-Final des Schweizer Cups unterliegt der FC Kreuzlingen dem FC Locarno mit 1:3 (0:3).

Mit zuviel Respekt vor dem Höherklassigen angetreten, lag das Scheepers-Team bereits zur Pause 0:3 zurück, liess dann aber eine starke zweite Halbzeit folgen. Kryeziu konnte zwar noch den Ehrentreffer erzielen, doch mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Kovacs musste der FCK nicht nur die letzten 20 Minuten zu zehnt weiterspielen, sondern hat wohl einen zu grossen Tribut gezollt. Bei der nachträglichen, ärztlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass der Fuss des Innenverteidigers gebrochen ist. Der Cup ist Geschichte, nun geht’s auf Punktejagd in der Meisterschaft. Im Nachholspiel vom nächsten Mittwoch (20:00 Hafenareal) gegen den FC Baden bietet sich nun die erste Gelegenheit, bevor man am Sonntag den schweren Gang zum CL-Absteiger FC Chiasso antritt.

Zu viel Respekt in 1.Halbzeit
Seit langer Zeit wieder einmal konnte der FCK in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups spielen. Man konnte denn auch zu Recht gespannt sein, wie sich das junge Team gegen den höherklassigen FC Locarno meistern wird. Von Beginn weg machte das Heimteam zwar Druck und es entstanden sogar so etwas wie Torchancen (3.De Simone, 7.Sen) Doch die Youngsters hatten dann in der Folge zu viel Respekt vor dem Höherklassigen und gerieten prompt durch einen bösen Abwehrschnitzer bereits nach 10 Minuten in Rückstand. Sechs Minuten später fuhr der FCK einen Gegenangriff, Aydin der zu den Besten gehörte, flankte von der linken Aussenposition her genau zu Dakouri, doch der Torhüter war Herr der Lage. Bestraft wurden die Hafenstädter nur zwei Minuten danach, als nach erneutem, krassem Abwehrfehler Locarnos Tormaschine Sara nur noch den Fuss hinzuhalten brauchte und es stand 0:2. Aufgegeben haben die Thurgauer nie und beinahe wäre die Resultatkorrektur in der 38. gelungen, als De Simone im Strafraum angespielt wurde, sich nicht im Abseits befand, leider aber den Ball nicht richtig traf. Wie gefährlich Sara im Sturm der Tessiner ist, zeigt die Tatsache, das ihm in der 45.Minute ein Offsidetor aberkannt wurde und in der Nachspielzeit kläglich allein gelassen wurde, so dass er die Gunst der Stunde nützte und seinen zweiten Treffer in das Netz donnerte. Mit einem brutalen 0:3 ging’s zur Pause.

Schlussentlich hohem Tribut gezollt
Gleich in der Kabine blieb seitens der Hafenstädter der angeschlagene De Simone und wurde durch Dzodan ersetzt. In der zweiten Spielhälfte sah man denn auch einen anderen FCK, der engagiert war, kämpfte und dem Höherklassigen alles abverlangte. Trainer Scheepers vollzog bereits in der 54 Minute den dritten Wechsel. Im Nachhinein sollte sich dies noch rächen. Durch die nun offensive Spielweise der Grün-Weissen entstand ein gefährlicher Konter und Sara entwischte, umspielte auch noch Sutter. Der Ticinesi, der schon sechs der 9 Meisterschaftstore erzielte, fand seinen Bezwinger in FCK-Captain Schenk, der die Situation souverän bereinigte.

Die grossen FCK-Bemühungen wurden noch belohnt mit einem Tor, welches Kryeziu mit einem direkt verwandelten Corner und unter gütiger Mithilfe des Locarno-Keeper’s erzielen konnte. Kurz darauf dann allerdings ein Wermutstropfen für den aufopfernd kämpfenden Erstligisten. In einem Zweikampf verletzte sich Kovacs derart schwer, dass er nicht mehr weitertun konnte und der FCK die letzten 20 Minuten zu zehnt spielen musste. Die Hiobsbotschaft allerdings erst nach dem Spiel als bekannt wurde dass der Fuss gebrochen. Mit nur zehn Mann gegen einen sonst übermächtigen Gegner zu spielen, war denn zuviel. Trotz Allem wäre Aydin beinahe acht Minuten vor Ende noch der zweite Treffer nach einem schönen Freistoss gelungen, der Verteidiger klärte jedoch in extremis per Kopf. Hut ab vor der Leistung des Scheepers-Team nach der Pause, denn mit ein wenig Glück wäre sogar noch der Ausgleich dringelegen, obschon es nach der ersten Halbzeit düster aussah.

Bei der 1:3-Niederlage und dem Ausscheiden aus dem Schweizer Cup musste das Team mit der Verletzung von Kovacs einen zu hohen Tribut zollen. Der Cup ist Geschichte, nun gilt es in der Meisterschaft den ersten Vollerfolg anzustreben. Erste Gelegenheit nächsten Mittwoch, wenn man den erstarkten FC Baden empfängt (MI 24.09. 20:00 Hafenareal) Und am Sonntag geht es zum CL-Absteiger FC Chiasso (SO 28.09. 14:30 Comunale) Wenn es gelingt an die Leistung der zweiten Halbzeit des Cup-Spiel’s anzuknüpfen, wird die junge Truppe nicht ohne Chancen sein. Seriös weiterarbeiten heisst die Parole und es wird sich über die 30 Runden auszahlen.

Telegramm
Hafenareal

580 Zuschauer

FC Kreuzlingen (1.) – FC Locarno (DCL) 1 : 3 (0 : 3)

SR: Graf

FC Kreuzlingen: Sutter;Baltic(39.Sicurella),Sen,Kovacs,Velickovic;Aydin,Schenk, Defièbre(54.Battaglia),Kryeziu,Dakouri;De Simone(46.Dzodan)

FC Locarno: Casanova;DomoDieno,Ziccardi,Rezzonico,Ciana;Milosevic(80.Solari), Ajide,Stoller(69.Bullo),Reyes;Rossini(80.Bilandzija),Sara

Tore: 10. Reyes 0:1, 18. Sara 0:2, 47. Sara 0:3, 69. Kryeziu 1:3

Bemerkungen: FCK ohne V.Zinnà,Mirseloski (beide verletzt), Muro (abwesend), Gimenez (gesperrt). FCL ohne Kuhl,Ossella (beide gesperrt), Toprak, Immersi, Riccio, Frigomosca, Lodigiani, Misins (alle verletzt), Tosetti, Kurz, Giaccari (alle abwesend)

Verwarnungen FCK: gelb 47.Sicurella (Foul)

Verwarnungen FCL: gelb 67.Milosevic (Foul)

45. Offsidetor von Sara annuliert

Ab 70. FCK zu zehnt, da Kovacs verletzt (Fuss gebrochen) ausschied und das Auswechselkontigent schon erschöpft war.

ThurgauThurgau / 21.09.2008 - 13:37:00