FCK bleibt im Rennen – Spitzenkampf endet verdient

Fussball. Mit Spannung erwartete man den echten Spitzenkampf des Zweiten (FCK) gegen den Ersten (SCB).

Nachdem die Hafenstädter die 1.Halbzeit dominierten ging es torlos zur Pause. Zwar erzielte (59.) FCK-Pajaziti die Führung, das Heimteam verpasste es aber den „Sack zuzumachen“ Der stark auftretende Tabellenführer indessen mit der insgesamt besseren 2.Hälfte und an einer kaum zu überbietenden Schlussdramatik, glich zwei Minuten vor dem Ende durch einen Kopfball De Simone’s noch aus. Das Spitzenspiel hatte in keiner Phase enttäuscht und deutlich aufgezeigt, warum beide Teams zu oberst an der Tabelle stehen. Am nächsten Cup-Wochende findet ein Testspiel gegen FC Gossau statt (SA 17.10.09 14:00 Buechenwald), bevor ein weiteres Heimspiel ansteht im Thurgauerderby gegen den FC Amriswil (SA 24.10.09 16:00 Hafenareal)   

Torlose erste Halbzeit mit Vorteil FCK
Im Spitzenkampf der 2i.Liga Gruppe 5 beorderte Trainer Grawehr nach dem Motto dieselben Spieler in die Startformation wie in Balzers. Nachdem beide Teams sehr engagiert in’s Spiel starteten, war es SCB-Morina, welcher nach einem Zuspiel Pontes, ein erstes Mal Meier-Ersatz Mäder auf die Probe stellte. Die Grün-Weissen übernahmen erfreulicherweise das Spieldiktat ganz zum Geschmack der zahlreichen Zuschauer. Nach knapp einer Viertelstunde setzte sich Quentmeier energisch auf der rechten Seite in Szene, flankte bilderbuchmässig in den Strafraum, wo Santabarbara den Ball nicht wunschgemäss traf und ebenso die Führung verpasste. Nur gerade vier Minuten danach konnte die FCK-Nr. 10 einen Corner treten und das Leder gelangte schlussentlich zum aufschliessenden Pajaziti, der sich um die eigene Achse drehte und das schon sicher geglaubte Tor durch SCB-Spieler Morina auf der Linie abzuwehren vermochte. Beinahe hätte sich das auslassen dieser Möglichkeit gerächt, denn keine Zeigerumdrehung später, fuhr der Tabellenführer einen Konter und De Simone stand plötzlich alleine vor dem Kreuzlinger Schlussmann. Er scheiterte mit der Hunderprozentigen, indem er den Ball nonchalon über das Tor driftete. Die nächste Score-Chance eröffnete sich wiederum dem vor Spielfreude sprudelnden Pajaziti, der einmal mehr nach einem gefährlichen Santabarbara-Eckball sich in den Angriff einschaltete und analog seiner ersten Szene wiederum den Ball von Morina in extremis vom Gefahrenbereich wegbugsieren sah. Die Hafenstädter verpassten es eindeutig die stärksten Momente auszunützen und so ging es, für  den Tabellenführer sehr schmeichelhaft torlos in die Kabinen.                               

FCK verpasste 2:0 und verdienter SCB-Ausgleich
Den besseren Start nach der Pause erwischte der SCB, nach einem Fallrückzieher Pontes und nach Unsicherheit von Mäder, verpasste es De Simone den Torreigen zu eröffnen. Die nächste Chance gehörte wiederum dem FCK, als Santabarbara versuchte den Torhüter zu überlobben, doch Celebi hatte aufgepasst. Folgerichtig fiel nach 59. Minute der FCK-Führungstreffer. Bajkusa trat einen Freistoss scharf in den Gästestrafraum, Celebi liess den Ball auf dem nassen Boden abprallen. Santabarbara hatte die schnellere Reaktion,spielte kurzerhand zu Pajaziti, welcher in seinem dritten Anlauf den Führungstreffer realisieren konnte. Das war dann wohl zu viel für den Tabellenersten, der St.Galler Traditionsklub tat danach weit mehr für’s Spiel und Torhüter Mäder sah sich vermehrt im Rampenlicht. So zweimal bei gefährlichen Freistössen von De Freitas (64.) resp. Pontes (70.), Letzterer konnte der FCK-Schlussmann mirakulös über die Latte lenken. Der wiederum solide spielende FCK-Gimenez sorgte mit seinem Sturmlauf (72.) über die linke Seite für erneut Unruhe. Seine missratene Flanke konnte Celebi nur mit grosser Mühe über die Latte lenken, der Corner brachte nichts ein. Der nun stark dominierende Tabellenführer war auch anfällig für Konter. Und eigentlich hätte ein Solcher auch dazu führen müssen, “den Sack zuzumachen”. Nach einem feinen Zuspiel Santabarbara’s vermochte der Heber über Hüter Celebi hinweg, des eingewechselten Grund in höchster Not vor der Torlinie von Morandi abgefangen zu werden. Die Schlussphase war an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Der wohl stärkste Gästespieler Morina schoss an den Pfosten, der Ball prallte in’s Feld zurück wiederum zu einem Gästspieler. Mit einer überlegten Flanke kam der Ball nochmals vor’s FCK-Tor und der Ex-FCK’ler De Simone scorte per Kopf zum,zu diesem Zeitpunkt, verdienten Ausgleich. Obschon der Zeitpunkt für den FCK sehr unglücklich war, musste man neidlos anerkennen, dass der SC Brühl dieses Unentschieden mehr als verdient hatte. Der Spitzenkampf bot über weite Strecken engagierten und gefälligen Fussball zweier zu recht an der Tabellenspitze stehenden Teams.   
 
 

Thurgau / 11.10.2009 - 10:55:10
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