FC Kreuzlingen verliert im Ländle und steigt ab
Fussball. Der FC Kreuzlingen verlor das Spiel gegen den USV Eschen/Mauren mit 1:2. Somit steigt der FCK ab.
Ohne den gesperrten Stammtorhüter Meier fuhr der FCK in’s Ländle, wo er einmal wieder eine gute Partie spielte. Zur Pause führten die Grün-Weissen mit 0:1 durch ein Kopfballtor von Bajkusa. In 71.Min das alte Lied,durch einen peinlichen Verteidigungsfehler glich der USV aus. Captain Dzodan hatte vier Minuten vor Schluss den Matchball auf dem Fuss, scheiterte jedoch.
Dafür stellte sich im Gegenzug die Verteidigung wieder richtig tappig an und ermöglichte C.Clemente den Siegtreffer. Schicksalsfigur dieses eher tragischen,vorprogrammierten (?) Abstiegs ist jener Mann, der vor ein paar Jahren den FCK erst vor dem Abstieg rettete,ihn in die Aufstiegsspiele brachte und vor ein paar Wochen sich der Verantwortung entzog. Seine panikartigen Spielereinkäufe reichten schlussentlich nicht um in der höchsten Amateurliga zu bestehen. Ausbaden müssen es nun Andere.
Wie lange der FCK auf höchster Amateurstufe fehlt, hängt stark davon ab wie die neuen Verantwortlichen in der Lage sind ein Team mit Qualität und Charakter zusammenzustellen. Letztes 1.Liga-Heimspiel gegen YF Juventus ZH (SA 16.05.09 16:00 Hafenareal)
Verdiente FCK-Pausenführung
Im Spiel der letzten Chance trat der FCK gezwungenermassen ohne den gelb-gesperrten Stammgoalie Meier an. Der junge Recine nahm seinen Posten ein. Allerdings konnten es die Hafenstädter aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, musste doch auch auf das Resultat von Mendrisio-Stabio gegen Höngg geschaut werden. Erfreulicherweise traten die Thurgauer von Beginn weg sehr selbstbewusst auf. Gegen die zwar arg ersatzgeschwächten Liechtensteiner gewann man plötzlich auch Zweikämpfe und die Moral schien zu stimmen.
Ein erster Warnschuss durch De Simone in der 28.Min, der nach einem Parhizi-Foulfreistoss seinen Kopfball übers Tor wuchtete. Zwei Minuten später dann alles Glück der Welt für FCK-Hüter Recine, der wohl einen Distanzschuss etwas unterschätzt hatte. Die Zuschauer trauten dann ihren Augen nicht. Nach gut 33 Minuten trat Parhizi einen Foulfreistoss von rechter Aussenposition, Bajkusa stieg am höchsten und erzielte die bis dahin absolut verdiente FCK-Führung. Obschon noch ein paar bange Momente überstanden werden mussten, führte der Abstiegskandidat nach 45 Minuten mit 0:1.
Sieg wäre möglich gewesen
Der USV wechselte gleich zwei Spieler ein und machte zu Beginn der zweiten Halbzeit mächtig Dampf. Die Anfangsoffensive erwies sich als nur von kurzer Dauer. Erneut Parhizi setzte Bajkusa mit einem seiner gefährlichen Freistösse (60.) in Szene. Doch er kam millimeter zu spät. Nur eine Zeigerumdrehung später lancierte Parhizi in der Spitze De Simone, welcher sich durchsetzte und alleine auf den Torhüter zulaufen konnte. USV-Hüter Silva behielt aber die Nerven und vernichtete das sicher scheinende 0:2.
Rui Luis wechselte zwanzig Minuten vor dem Ende Offensivkraft Battaglia ein. Dieser musste tatenlos mitansehen, wie nur eine Minute nach seiner Einwechslung Unheil nahte. Aus heiterem Himmel nämlich wieder einer der Spielszenen eines FCK-Verteidigers, bei der man sich nicht fragen musste, warum die Grün-Weissen bisher über siebzig Gegentore erhalten haben. Diesmal war es Ivanovic der sich in dämlicher Art und Weise, dem nach der Pause eingewechselten Memeti den Ausgleich auf dem silbernen Tablett servierte. Prompt reüssierte der Liechtensteiner und bezwang Recine das erste Mal.
Selbst nach dem Ausgleich gaben die Gäste nicht auf. Und die schlussentlich matchentscheidende Szene vier Minten vor dem Ende. Der stark spielende Kryeziu spielte Captain Dzodan, den es hinten nicht mehr hielt, in die Spitze an. Durch die überraschende Angriffsauslösung entstand eine 2:1-Situation vor dem USV-Tor. Zum entsetzen aller Kreuzlinger nutzte der Innenverteidiger diese 200 Prozentige Siegtreffer-Chance nicht. Dafür konnte das Heimteam einen Gegenangriff lancieren und da die komplette Verteidigung hühnerhaufenähnlich sich anstellte, stiess Nutzniesser C.Clemente mit dem USV-Treffer den FCK in’s Elend respektive eine Klasse tiefer.
Umso schmerzhafter diese an und für sich unverdiente Niederlage, als dass Höngg mit 0:1 gewann. Die Gründe für das erneute Versagen müssen allerdings nicht in diesem Spiel gesucht werden. Die Wurzel findet man eher in der Zusammenstellung des Team’s, doch der schlussentlich Verantwortliche hat den Bettel ja bekanntlich vor einigen Wochen hingeschmissen. Ausbaden dürfen nun die sportliche Misère Andere.
Es bleibt nun nichts Anderes übrig als sich ehrenvoll aus der höchsten Amateurklasse zu verabschieden. Wann sie dorthin zurückkehren wird davon abhängen, wie die neuen Verantwortlichen in der Lage sind das Team zusammenzustellen. Mit Sicherheit wird aber eine General-Säuberung vonstatten gehen müssen. Vor allem muss dringend Qualität und Charakter der Spieler verbessert werden. Das letzte Heimspiel findet gegen SC YF Juventus ZH statt (SA 16.05. 16 Hafenareal).



























