
FC Brühl spielt gegen den FC Herisau unentschieden
Fussball. Der FC Brühl spielte gegen den FC Herisau 1:1 unentschieden. Trotz 75 minütiger Dominanz erzielten die Brühler nur ein Tor.
Zwei ersatzgeschwächte Mannschaften lieferten sich ein Spiel, das kaum je Zweitliga-Niveau besass. 75 Minuten dominierten die Brühler praktisch nach Belieben, erzielten allerdings nur ein mageres Törchen. Nach der Brühler Führung veränderte sich die Partie völlig. Herisau erzielte den verdienten herrlichen Ausgleichstreffer durch den eingewechselten Ahmeti (ex Brühl). In den letzten Minuten eröffneten sich den abstiegsbedrohten Appenzellern vier hochkarätige Chancen zum Sieg, die allesamt kläglich vergeben wurden.
Vom Start weg ergriffen die Brühler die Offensive kamen aber vorerst nur zu wenigen Chancen. In der 13. Minute rettete ein Herisauer Bein auf der Linie und in der 33. Minute pfiff der Schiedsrichter aus unerklärlichen Gründen behind (der Ball war noch mindestens 30 Zentimer im Spielfeld); es wäre das 0:1 gewesen, denn der einheimische Verteidiger konnte erst hinter der Torlinie klären. Die Herisauer tauchten während der ganzen ersten Hälfte nur ein einziges Mal gefährlich vor dem Brühler Schlussmann Steuble auf.
In der zweiten Hälfte änderte sich vorerst nur wenig am Geschehen. Brühl war mehrheitlich im Ballbesitz kam aber nur zu wenig klaren Torchancen, weil viel zu wenig Druck entwickelt wurde. Nach 55 Minuten musste Brühls Schlussmann verletzt ausscheiden, weil ein Herisauer Stürmer im Vorbeilaufen in unsportlicher Art und Weise einen Ellbogencheck versetzte.
Das Brühler Führungstor weckte die Herisauer
Nach der Einwechslung eines zweiten Angreifers (Di Nunzio) wurden die Brühler Angriffe gefährlicher. Und in der 68. Minute war es soweit, Alves tankte sich am linken Flügel durch und Ekubo brauchte in der Mitte nur noch zum 0:1 einzuschieben. Damit schien in Anbetracht der bis anhin schwachen Herisauer Offensivleistung die Partie entschieden.
Doch weit gefehlt, es waren die Appenzeller die reagierten und immer gefährlicher vor dem Brühler Tor auftauchten. Der 1:1 Ausgleich in der 80. Minute durch den eingewechselten Ahmeti mit einem herrlichen Fallrückzieher, war mehr als verdient. Und in der Folge agierten die Kronen wie ein Panikorchester. Nichts wollte mehr gelingen und in der Abwehr schien überall Nervosität einzukehren. Innert zehn Minuten hatten die Herisauer vier kapitale Torchancen, die alle unverwertet blieben. Die grösste verpasste Eugster mit einem Penalty an den Aussenpfosten.
Fast noch der Brühler Siegtreffer
In der Nachspielzeit hätte Ekubo beinahe noch das unverdiente 1:2 für Brühl erzielt; doch Herisaus Torhüter Gysi rettete in Extremis. Mit diesem Punkteverlust haben sich die Brühler endgültig von den vordersten Rängen verabschiedet. Die Herisauer können den Ligaerhalt aber wohl nur erreichen, wenn sie so kämpfen und spielen wie in der letzten Viertelstunde. Ein stärkerer Gegner als Brühl, hätte die Partie schon nach 45 Minuten zu seinen Gunsten entschieden.