FC Appenzell im Glück
Fussball. Der FC Appenzell besiegt den kämpferisch gut mithaltenden FC Bühl mit 4:0 (2:0).
Nach der Niederlage am letzten Donnerstag in Herisau sah die Ausgangslage für den 4. Liga-Tabellenführer Appenzell nicht mehr so rosig aus. Am vergangen Sonntag änderte sich nun die Situation zugunsten der Innerrhoder wieder. Diese gewannen in Bühler als die bessere Mannschaft gleich mit 4:0 und Herisau verlor überraschend gegen Sarajevo knapp. So liegen nun die Innerrhoder wieder mit vier Zählern voraus. Bühler liegt auf dem immer noch guten vierten Rang.
Das Spiel in Bühler verfolgten wohl über 200 Zuschauer und sie kamen in den Genuss einer schnellen und sehr fairen Partie. Diese war von einem in der Umgebung von Köln wohnhaften Schiedsrichter mit Büro in St.Gallen sehr gut geleitet. Je nach dem wo er beruflich gerade zu tun hat, leitet er Spiele in Deutschland (in einer Klasse welche ungefähr unserer 2. Liga entspricht) oder dann eben in der Ostschweiz. In Bühler gab er sein Debüt in der Schweiz und wurde von einem hohen Funktionär des Ostschweizerischen Fussballverbandes unterstützend betreut.
Gratulation aus Bühler
Appenzell hat als aktivere und vor allem auch läuferisch und konditionell überlegene Mannschaft verdient gewonnen, auch wenn der Sieg schlussendlich etwas hoch ausfiel. Die Innerrhoder spielten kompakt und jeder half dem anderen. Die Mannschaft trat als Team auf. Der Bühlerer Trainer Antonio Romano – welcher als Junior selber beim FC Appenzell spielte – gratulierte spontan und macht kein Hehl daraus, dass für ihn die Innerrhoder die beste Equipe dieser Gruppe darstellen. Und dies vor allem im physischen Bereich. Bühler konnte aber besonders in der ersten Hälfte kämpferisch gut mithalten und besass in den ersten 45 Minuten auch einige gute Möglichkeiten, konnte diese aber – im Gegensatz zu den Gästen – nicht verwerten.
Ab Beginn bereit
Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Spielen waren die Innerrhoder dieses Mal ab der ersten Minute bereit. Die erste Chance erspielten sich allerdings die Einheimischen. Alex Rüesch sah seinen guten Schuss aber von Thomas Manser in Corner abgewehrt. In der 6. Min. kam dann auf der Gegenseite der schnelle Remo Knechtle an den Ball und erzielte aus rund 14 Meter das 1:0 für Appenzell. Ein weiterer Schuss der Gäste führte zu einem Eckball. Auf der Gegenseite sah auch Rafael Schai seinen guten Versuch zur Ecke gelenkt. In der Folge verlief die Partie ausgeglichen und sehr oft im Mittelfeld. Michael Brander – welcher zusammen mit dem ebenfalle jungen Mike Ulmann erfolgreich die Innenverteidigung bildete – rettete in der 37. Min. vor dem einschussbereiten Bühlerer Dominik Nagi zum Eckball. Fünf Minuten später konnte Ivan Caamano einen Eckball treten, welchen Marco Knechtle aus rund fünf Meter mit dem Kopf zum 2:0 ins Netz beförderte. Wie sich im Nachhinein zeigte, wies dieser Treffer bereits einen etwas vorentscheidenden Charakter auf. Noch in der ersten Hälfte musste Appenzell Sokol Shabani mit Verdacht auf einen Bänderriss ersetzen.
In den zweiten 45 Minuten liessen die Kräfte der Ausserrhoder langsam etwas nach. Schliesslich trainiert Appenzell auch mehr als die Bühlerer. Einen Schuss von Remo Knechtle lenkte der einheimische Hüter Matijas Dunder in Corner. Auf der anderen Seite köpfelte der eingewechselte Lukas Hörler neben das Gehäuse und Pierluigi Pedaci zielte bei einem Freistoss zu hoch. In der 69. Min. wurde ein Versuch von Marco Knechtle erneut zur Ecke abgelenkt. In der 72. Min. schoss Meho Mujkanovic von der Seite des Strafraums auf das gegnerische Tor. Der Ball prallte auf seinem Weg auf den Boden und von dort unhaltbar ins Tor der Einheimischen. Also ein etwas glücklicher wenn auch spektakulärer Treffer. Die Entscheidung war damit endgültig gefallen. Bevor das vierte Tor fiel, hatte Dario Illic bei zwei Versuchen kein Glück, wobei er bei der zweiten Möglichkeit in aussichtsreicher Position an Matijas Dunder scheiterte. In der 83. Min. setzte Meho Mujkanovic Remo Knechtle ein. Dieser kam vor den Bühlerern Pierluigi Pedaci und dem einheimischen Torhüter an den Ball und erzielte mit einem Lob das 4:0 für Appenzell. Damit fand ein gutes und unterhaltsames Spiel – zudem auch Bühler massgeblich beitrug – sein Ende.
Appenzell spielte mit:
Thomas Manser; Michael Brander, Mike Ulmann, Bajrush Rexhepi, Michael Sedda (ab 62. Min. Meho Mujkanovic); Thomas Rempfler, Marco Knechtle, Dario Illic, Ivan Caamano (ab 82. Min. Maurus Fässler; Sokol Shabani (ab 45. Min. Ivan Gandara), Remo Knechtle.
Bühler spielte mit:
Matijas Dunder, Martin Pardal, Andreas Zeller, Pierluigi Pedaci, Georgios Palangas; Suat Iyigün (ab 78.Min. Manuel Looser), Alex Rüesch, Rafael Schai, Dominik Nagy; Sacha Büsch (ab 61. Min. Lukas Hörler), Lucas Arias (ab 72. Min. Nandor Gajdos).



























