Falsche Polizisten kontrollierten Autos
A13/SG. Mittwoch, 30. Dezember 2015. In der Zeit zwischen Montag, 28. Dezember 2015 und Dienstag, 29. Dezember 2015, ist es auf der Autobahn A13 in mindestens zwei Fällen zu fingierten Polizeikontrollen gekommen. Zwei Männer gaben sich jeweils als Mitarbeitende der Polizei aus, forderten die Autofahrer auf, ihre Fahrzeuge auf dem Pannenstreifen anzuhalten und nahmen anschliessend eine „Fahrzeugkontrolle“ vor.
Ein 79-Jähriger fuhr am Dienstag auf der Autobahn A13 in Richtung Bad Ragaz, als er von einem dunklen Geländewagen überholt wurde. Mit einem im Fahrzeuginnern eingeschalteten Blaulicht forderten die Insassen den Mann auf, seinen Wagen auf dem Pannenstreifen anzuhalten.
Die beiden unbekannten Männer identifizierten sich mit gefälschten Polizeiausweisen und sprachen Französisch. Bei der anschliessenden „Fahrzeugkontrolle“ versuchten sie eine Handtasche zu stehlen.
Da der 79-Jährige die Täuschung schliesslich erkannte, sahen die Täter von weiterem Vorhaben ab. Der Lenker betätigte die Hupe seines Autos, woraufhin die beiden Männer die „Kontrolle“ letztendlich abbrachen und in ihrem Geländewagen davonfuhren.
Ein ähnlicher Fall wurde der Landespolizei Liechtenstein bereits am Montag gemeldet. Auch hier hielten angebliche Polizisten auf der A13 ein Auto an. Die beiden Männer kontrollierten sogar den Kofferraum. Gestohlen wurde gemäss aktuellen Informationen jedoch auch in diesem Fall nichts.
Die Kantonspolizei St.Gallen teilt in diesem Zusammenhang mit, dass Fahrzeugkontrollen nur in absoluten Ausnahmefällen auf dem Pannenstreifen einer Autobahn durchgeführt werden. Fahrzeuge werden im Normalfall von der Autobahn abgeleitet und erst anschliessend einer Kontrolle unterzogen.
Zudem verwendet die Kantonspolizei St.Gallen zur Signalisation keine blauen Drehlichter im Fahrzeuginnern. Eingesetzt werden die beiden Signale „STOPP POLIZEI“ respektive „BITTE FOLGEN“.



























