• Aargau
  • Appenzell Ausserrhoden
  • Appenzell Innerrhoden
  • Basel-Landschaft
  • Basel-Stadt
  • Bern
  • Freiburg
  • Genf
  • Glarus
  • Graubünden
  • Jura
  • Luzern
  • Neuenburg
  • Nidwalden
  • Obwalden
  • Schaffhausen
  • Schwyz
  • Solothurn
  • St.Gallen
  • Stadt Winterthur
  • Stadt Zürich
  • Tessin
  • Thurgau
  • Uri
  • Waadt
  • Wallis
  • Zug
  • Zürich

«Fall Fässler»: Jetzt spricht die GFI

Appenzell. Was hat er gesagt - und was nicht? Die Gruppe für Innerrhoden bezieht Stellung in der Kontroverse um den Landammann.

Brennt es lichterloh in der Standeskommission – oder hat ganz einfach ein übereifriger Journalist Aussagen des Landammanns so zugespitzt, dass sie eine neue Bedeutung erhielten? Diese Frage steht im Zentrum der Debatte rund um einen Auftritt von Landammann Daniel Fässler bei der Gruppe für Innerrhoden (GFI).

Die Appenzeller Zeitung hatte Fässlers Ausführungen von jenem Anlass in einem Artikel so wiedergegeben, dass man zum Schluss kommen musste, der Landammann halte die bisherige Finanzpolitik des Kantons für völlig verfehlt und mache sich grösste Sorgen um die Zukunft des Halbkantons. Einem Dementi von Fässler im Rahmen des jährlichen Politapéros hielt die Appenzeller Zeitung wiederum einen geharnischten Kommentar entgegen. Unter anderem mokierte sich die Chefredaktorin darüber, dass Fässlers Reaktion an jenem Anlass erfolgte und nicht direkt gegenüber der Redaktion. Tatsache ist aber auch: Für den Politapéro war eine Vertretung der Appenzeller Zeitung angemeldet, erschien aber unangemeldet nicht. Damit wurde die Gelegenheit verpasst, die Stellungnahme des Landammanns aus erster Hand entgegen zu nehmen. appenzell24.ch hat die Debatte ebenfalls kommentiert (siehe Artikel).

Hat die Appenzeller Zeitung den Sachverhalt falsch wiedergegeben oder hat der Landammann versehentlich zu viel aus dem Nähkästchen geplaudert und ist dann zurückgekrebst? Die Sache kann im Grunde ganz einfach aufgeklärt werden. Denn neben je einem Journalisten und einer Journalistin von Appenzeller Zeitung und Appenzeller Volksfreund war auch ein rundes Dutzend GFI-Mitglieder an jenem Anlass zugegen und hörte aus erster Hand, was Daniel Fässler wirklich sagte.

GFI-Präsident Martin Pfister im Gespräch mit appenzell24.ch:

Landammann Daniel Fässler soll laut der Appenzeller Zeitung vor der GFI harte Kritik an der Finanzpolitik des Kantons und ein düsteres Bild der Zukunft gemalt haben. Können Sie dies bestätigen?
Martin Pfister: Nein. Landammann Daniel Fässler hat auf Tatsachen über die Finanzpolitik hingewiesen, die sich in der Staatsrechnung nachschlagen lassen und die auch immer wieder im Grossen Rat öffentlich thematisiert werden. Zudem hat er auf Entwicklungen hingewiesen, die es im Hinblick auf Grossinvestitionen zu beachten gilt.

Ebenfalls thematisiert wurde in jenem Artikel die angebliche Kritik von Fässler an der Amtsführung des früheren und des amtierenden Säckelmeisters. War dies der Fall?
Martin Pfister: Nein. Landammann Daniel Fässler hat zwar die von der Landsgemeinde angenommene Finanzpolitik thematisiert, dabei aber weder Amtsträger noch deren Amtsführung kritisiert.

Wie beurteilen Sie die Berichterstattung über Ihren Anlass im Volksfreund beziehungsweise in der Appenzeller Zeitung?
Martin Pfister: Die Berichterstattung im Volksfreund und jene in der Appenzeller Zeitung über das Dreikönigsgespräch geben im Grossen und Ganzen den Inhalt der Veranstaltung wieder. Doch mit der Titelwahl, aber auch mit einzelnen Aussagen vor allem über Landammann Fässlers Ausführungen zur Finanzpolitik entstand in der Appenzeller Zeitung ein verzerrtes Bild bezüglich Inhalt und Stimmung unserer Veranstaltung. Die nachfolgenden Kommentare in der „Appenzeller Zeitung“ vom Samstag, 17. Januar und insbesondere vom Samstag, 31. Januar sind für uns weder bezüglich Stil noch Inhalt nachvollziehbar. Wir bedauern sehr, dass wegen einer solchen Berichterstattung über unser «Dreikönigsgespräch», das wie jedes Jahr ein konstruktiver Austausch zwischen GFI-Mitgliedern und einem Vertreter der Standeskommission gewesen ist, eine derartige Polemik entsteht.

Appenzell InnerrhodenAppenzell Innerrhoden / 03.02.2009 - 21:14:00