Ex-Trainer fordert Geld von Verein

Fredi Iten, ehemaliger Trainer des FC Kreuzlingen, fordert rund 50 000 Franken von seinem ehemaligen Arbeitgeber.

Dieser hatte ihn im Mai 2007 entlassen, obwohl sein Vertrag noch bis Juni 2008 lief.

In erster Instanz hatte das Bezirksgericht Kreuzlingen Iten 15 800 Franken zugesprochen. Damit war der Fussballtrainer nicht zufrieden und zog vors Thurgauer Obergericht.

Angemessene Entschädigung
Dort sagte sein Anwalt am Dienstag, es handle sich um eine ungerechtfertigte Entlassung, und der Betrag sei viel zu niedrig. Angemessen seien rund 50 000 Franken, die sich aus entgangenem Lohn und Spesen zusammensetzten. Ausserdem sei der Ruf seines Mandanten beschädigt.

Der Anwalt des FC Kreuzlingen argumentierte dagegen, Iten habe sich vom Verein «entsolidarisiert», mehrmals beim Training gefehlt und den Verein in der Öffentlichkeit schlecht gemacht. Die von der ersten Instanz zugesprochenen 15 800 Franken seien daher ausreichend.

Ein Urteil hat das Obergericht noch nicht gefällt. Dieses wird schriftlich zugestellt.

Itens Nachfolger beim FC Kreuzlingen ist Willy Scheepers. Dieser hat den Erstligisten bereits vor Iten trainiert, war aber 2004 vom Platz weg verhaftet worden. Ihm wurden Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Scheepers sass mehrere Monate in Untersuchungshaft, wurde aber schliesslich freigesprochen.

Thurgau / 19.11.2008 - 07:24:00
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