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Esra-Präsidentin Lengg zurückgetreten

Arbon. Nach 12 Jahren Vorstandstätigkeit, wovon 8 Jahre als Esra-Präsidentin, ist Margrith Lengg zurückgetreten. Das Arbeitsintegrationsprogramm wird interimistisch von Peter Maag geleitet.

Die Jahresversammlung des Vereins für Beschäftigungsmassnah-men Esra, durchgeführt im Vorgang zur Caritas-Jahresversammlung, stand ganz im Zeichen des Abschieds. Margrith Lengg aus Aadorf hat die Leitung des Vereins nach acht Jahren abgegeben. Sie hat insgesamt 12 Jahre im Vorstand mitgewirkt. Wie Peter Maag in seiner Laudatio ausführte, hat Lengg eine konsequente Expansionsstrategie verfolgt. Unter ihrer Leitung seien unter anderem Caritas Markt, Esra Office und Ding Shop entstanden. Sie habe aber auch dafür gesorgt, dass sich sowohl die Teilnehmer am Programm als auch der Vorstand wohl fühlten. Sie sei eine umsichtige und zuverlässige Präsidentin gewesen. Bis zur Versammlung konnte keine Nachfolgerin oder Nachfolger gefunden werden. Vizepräsident Peter Maag wird darum die Leitung des Vereins interimistisch über-nehmen. Neu im Vorstand Einsitz nehmen Thomas Nägeli als Vertreter des Caritas-Vorstandes und Regula Kummer als Vertreterin der evangeli-schen Landeskirche.

Eine Herausforderung
Geschäftsführer Rupert Summerauer betonte in seinem Bericht, dass die Integration von Erwerbslosen auch in den Jahren des wirtschaftlichen Aufschwungs eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe darstelle. Fachkräfte fänden zwar innerhalb kürzester Zeit eine Anstellung. Ungelernte Arbeitskräfte oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen hätten jedoch nach wie vor grosse Probleme, eine Festanstellung im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Die tiefen Arbeitslosenzahlen hätten in Betrieben mit Öffnungszeiten wie dem Caritas Markt zu besonderen Herausforderungen geführt. Diese habe darin bestanden, den Betrieb mit der Hälfte der Teilnehmenden aufrecht zu halten.

So könne im Jahresbericht mit Stolz von der höchsten Programmeffizienz in der Vereinsgeschichte berichtet werden. Im ältesten Bereich, in Esra Recycling, seien mit 1300 Tonnen rund 100 Tonnen mehr Material fraktioniert worden als im Vorjahr. Bei Esra Office seien die zehn Einsatzplätze von sieben Männern und 23 Frauen genutzt worden. Zehn der Teilnehmenden oder 38 Prozent hätten wieder eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt gefunden. Auch das jüngste Kind, der Ding Shop, entwickle sich erfreulich. Das Lager und die Auftragsbücher seien voll. Man hoffe, mit genügend Mitarbeitenden den Umsatz mit Auffrischen und Verkauf von Möbeln und Apparaten in diesem Jahr noch erhöhen zu können. Das Ziel, in diesem Bereich einen Kostendeckungsgrad von 50 Prozent zu erreichen, sei um zehn Prozent verfehlt worden. Für den Verein sei dies in der Aufbauphase verkraftbar, längerfristig jedoch nicht tragbar.

ThurgauThurgau / 30.06.2008 - 07:43:00