«Es wurde gute Arbeit geleistet»
Walzenhausen. Am 1. Juni hat Clemens Wick als neuer Gemeindepräsident das Amt von Hans Wiesendanger übernommen.
Was sind Ihre Ziele und Hoffnungen?
Die Gemeinde Walzenhausen wurde in den letzten 12 Jahren von meinem Vorgänger Hans Wiesendanger umsichtig geführt. Ich möchte deshalb den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und die angefangenen Projekte wie Zentrumsgestaltung und Revision der Ortsplanung erfolgreich umsetzen. Mit den vom Stimmbürger am 17. Juni 2007 genehmigten ersten Zonenplanänderungen kann die Rheinburgklinik einen Erweiterungsbau realisieren und im Weiler Almendsberg kann attraktives Bauland zur Verfügung gestellt werden.
Was wollen Sie in dieser Gemeinde verändern? Mit welcher Problematik werden sie zu kämpfen haben?
Nebst den bereits angesprochenen Projekten beschäftigt uns in naher Zukunft die Umsetzung des NFA/KFA. In Walzenhausen stammt ein bedeutender Teil der Steuereinnahmen von den ansässigen Firmen. Mit der im Rahmen der Steuergesetzrevision vorgesehenen Halbierung der Steuersätze für juristische Personen sind wir speziell gefordert. Wir sind gezwungen unseren Firmen optimale Rahmenbedingen zu gewähren, damit sie noch erfolgreicher sind und die Steuerausfälle wettmachen können.
Was sollte Ihrer Meinung nach besser gemacht werden als vorher?
Wie bereits erwähnt, wurde in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet. Leider ist dies in der Bevölkerung nicht optimal angekommen. Walzenhausen liegt mit dem aktuellen Steuerfuss an vierter Stelle im Kanton und an zweiter Stelle im Vorderland. Im Kanton zählt unsere Gemeinde im laufenden Jahr nebst Teufen und Speicher zu denen, die ihm Rahmen des Finanzausgleiches zum Nettozahler wurde. Kurzum, Walzenhausen ist finanziell gesund und hat Spielraum für Zukunftsprojekte.
Wie gehen Sie in Bezug auf den Rückgang von Jugendlichen vor?
Walzenhausen bietet eine intakte Schule auf allen Stufen an. Mit den ab neuem Schuljahr vorgesehenen Tagesstrukturen mit Mittagstisch schaffen wir optimale Rahmenbedingungen für junge Familien.
Wie sieht es mit aktuellen Themen wie der Ausländerproblematik, zum Beispiel an Schulen, aus?
Auch in Walzenhausen gibt es Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Diese Kinder sind in den Klassen integriert. Eine Ausländerproblematik kennen wir nicht.
Was sind Ihre momentanen Projekte?
Seit einiger Zeit beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Projekt Zentrum. Im Herbst entscheiden die Stimmbürger über einen Kredit, mit dem die nächsten Schritte für die einzelnen Teilprojekte (wie Parking, Dorfplatz, Gemeindezentrum, Bahnhof, Wohnen Süd und Areal Just) im Rahmen eines Quartierplanes aufgezeigt werden.
Was planen Sie für die nächste Zukunft?
Der Gemeinderat möchte die Zukunft aktiv mitgestalten und beschäftigt sich zurzeit mit dem Kauf von Land in Zentrumsnähe. Für die im Besitz der Gemeinde befindende Elektra muss eine für die Zukunft erfolgreiche strategische Ausrichtung definiert werden. Im Rahmen der Liberalisierung des Strommarktes können grössere Kunden nächstes ihren Strombedarf auf dem freien Markt einkaufen.
Wo sehen Sie die Ihre Gemeinde in 10 Jahren?
Unsere Gemeinde wird weiterhin geprägt sein von einem gesunden Mix mit schönen Wohnlagen, erfolgreichen Gewerbe- und Industriebetriebe und florierenden Gesundheits- und Tourismusbetrieben. Die Einwohnerzahl wird stetig zunehmen und in 10 Jahren bei ca. 2400 liegen.
Ältere Artikel zu diesem Thema
– «Wick auf Wiesendanger» vom 4. Juni 2007
– «Wahlwirren in Walzenhausen» vom 26. April 2007
– «2. Wahlgang für Gemeindepräsidium» vom 22. April 2007



























