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Es ist Schlangen-Saison: die Polizei ist gefordert

Liestal/BL. Dieser Tage und Wochen leistet(e) die Polizei Basel-Landschaft mal wieder spezielle tierische Einsätze, und zwar im Zusammenhang mit Schlangen.

Wie immer in der warmen Jahreszeit gab es in den letzten Wochen wiederholt Meldungen über Schlangen, welche in Gärten oder sogar in Liegenschaften auftauchten. So meldete am Samstag, 23. Juni 2012, eine Frau aus Aesch BL, dass soeben eine grünliche Schlange in ihrem Haus verschwunden sei. Eine aufgebotene Reptilien-Spezialistin der Polizei Basel- Landschaft, welche sich auf privat hobbymässig mit dieser Thematik befasst, stellte dann vor Ort eine einheimische Ringelnatter (ungiftig) fest, fing sie ein und entliess diese kurze Zeit bei einem Teich wieder in die Freiheit.

Geradezu spektakulär war ein Fall in Allschwil, der sich von Ende Mai bis Mitte Juni 2012 hinzog. Ende Mai war gemeldet worden, dass in einer Wohnung am Kurzelängeweg eine grössere Schlange gesichtet worden sei. In der Folge wurde die Wohnung durchsucht, aber nichts gefunden. Es wurde jedoch schon damals festgehalten, dass die Möglichkeit besteht, dass sich irgendwo in der Küchenkombination oder unter den Sanitäreinrichtungen des Badezimmers eine Schlange befindet.

Nach Rücksprache mit der Hausverwaltung wurde vereinbart, dass die Küche ausgebaut wird. Doch bereits vor dem vereinbarten Termin wurde die Schlange im Badezimmer wieder gesichtet. Ein Reptilien-Spezialist der Polizei Basel-Landschaft begab sich dann sofort vor Ort, aus gerüstet mit Spezialmaterial und einer lebenden Maus als Lockmittel. In der Folge wurde schliesslich am Donnerstag Abend, 31. Mai 2012, ab 23.00 Uhr ein Teil des Badezimmers demontiert sowie Wand- und Bodenplatten herausgeschlagen. Schliesslich stellte sich heraus, dass zwischen Küche und Badezimmer eine Verbindung bestand; dies ermöglichte es der Schlange, sich dort zu bewegen.

Nach rund zweieinhalb Stunden Arbeit zeigte sich die Schlange schliesslich beim Loch, wo die Maus platziert war, und konnte eingefangen werden. Es handelte sich um eine rund 70 cm lange Kornnatter (ungiftig). Die weiteren Abklärungen ergaben, dass das Tier einem Vormieter entwichen war, als dieser sich im November 2011 im Spital befand und die Wohnung durch Drittpersonen betreut wurde. Diese waren der Meinung, dass die Schlange durch ein offenes Fenster entwichen war und meldeten sich deshalb nicht. Die Schlange befand sich also rund eine halbes Jahr auf „Abwegen“. Der ursprüngliche Schlangenbesitzer wird wegen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz verzeigt. Das Tier befindet sich derzeit beim Reptilienspezialisten der Polizei Basel-Landschaft.

Bezüglich der entstandenen Kosten wird der Polizeieinsatz in Rechnung gestellt. Die Kosten für Schäden im Badezimmer gehen zu Lasten der Liegenschafts-Verwaltung, welche wohl Regress auf den Verursacher nehmen wird.

Merke: Schlangen sind äusserst scheu und verhalten sich grundsätzlich defensiv. Beim Entweichen von Schlangen wird empfohlen, unbedingt die Behörden (Polizei oder Kantonstierarzt) zu verständigen, damit entsprechende Sofort-Massnahmen getroffen werden können. Beim Betreffen von Schlangen bitte umgehend die Polizei Basel-Landschaft informieren, am einfachsten via Notruf 112 oder 117.

Basel-LandschaftBasel-Landschaft / 12.07.2012 - 09:11:52