Erstes Forum Palliative Care Appenzeller Vorderland
Heiden/AR. Im Kirchgemeindezentrum fand der erste Forum der Palliative Care Appenzeller Vorderland statt. Dabei wurde unter anderem über Zusammenarbeit und eine Notfallnummer gesprochen.
Palliative Care ermöglicht das würdevolle Sterben zuhause, im Heim, im Spital. Für den Schwerkranken, den Sterbenden soll ein Wohlgefühl entstehen. Palliative Care setzt sich aus Freiwilligen, Hausärzten, Pflegefachpersonen, Spitex und Geistlichen zusammen.
Damit die Wünsche erkannt und erfüllt werden können, braucht es die Zusammenarbeit von Angehörigen mit verschiedensten Berufsgattungen, die sich für die Ziele des schwerkranken oder sterbenden Menschen einsetzen. So kann ein erträgliches Umfeld geschaffen werden, dass Verzweiflung auflöst und Wohlgefühl entstehen lässt.
Damit gerade auch versteckte Wünsche erkannt werden, legen Angehörige, Hausarzt, Spitex und Pflegepersonal im Spital ihr Wissen zusammen. Es gelte, wie es Knipping nannte, Titel und Kittel in den Hintergrund zu stellen und sich ganz auf die Lebensbiographie des zu Betreuenden zu konzentrieren, damit dieser dem Tag mehr Leben geben könne.
Sorgen bereiten den Menschen oft ihre finanziellen Verhältnisse oder etwa Fragen nach Schuld. Hier hilft kein Schmerzmittel, sondern das Gespräch oder eine entsprechende Fachstelle wie bei finanziellen Nöten etwa die Pro Senectute. Durch das Wissen um die Verzweiflung kann entsprechende Hilfe angeboten werden.
Sie ermöglichen das Sterben im Gewöhnlichen, dort wo es sich der Sterbende und seine Angehörigen wünschen, sei diese zuhause oder in einer Institution. Die Hospizgruppe wird ebenso von Fachleuten geführt wie Palliative Care Appenzeller Vorderland, welches sich als Sektion des Palliativnetzes Ostschweiz versteht.
Gelobt wurde vor allem die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen, Hausärzten, Spitex, Seelsorge und Brückendienst sowie nachbarlicher Hilfe. Unter Erwartungen kam deutlich zum Ausdruck, dass Palliative Care noch nicht bekannt ist. Neben Öffentlichkeitsarbeit wurden insbesondere eine Notfallnummer und eine Anlaufstelle für Fragen gewünscht. Um den Dienst finanziell abzusichern, wird die Unterstützung durch den Kanton angestrebt.
Kerngruppe Palliative Care Appenzeller Vorderland
Regula Birnstiel, Sozialdienst Spital Heiden, Elisabeth Brassel, Palliativer Brückendienst (Krebsliga), Rehetobel , Irene Bruderer, Leiterin Labor Spital Heiden, Pamela Graf, Pflegefachfrau Spital Heiden, Thomas Langer, Hausarzt Wolfhalden, Karin Siebeneicher, Pflegefachfrau Spitex Vorderland, Margarita Süess, Pflegefachfrau Spital Heiden, Maja Thurnheer, Pflegefachfrau Spitex Vorderland.



























